Der Neuzugang Marie Vogt kommt in der Vaihinger Damen-Mannschaft auf die beste Saisonbilanz. Foto: Günter Bergmann

Die Blau-Weißen schließen die Zweitliga-Saison als Tabellenzweiter ab. „Kein Beinbruch“, findet der Trainer, weiß aber zugleich: Möglich war im aktuellen Gipfelduell mehr.

Die mögliche tolle Zugabe hatte sich dann schon am Freitag erledigt gehabt. Nach einer 3:6-Niederlage im Gipfelduell beim Heidelberger TC war klar: Die Tennisdamen des TC Blau-Weiß Vaihingen/Rohr können in der zweiten Liga Süd nicht mehr Meister werden – und müssen sich also auch nicht mit der Frage eines Erstliga-Wiederaufstiegs beschäftigen. Gleichwohl fällt die Saisonbilanz an der Heßbrühlstraße sehr positiv aus. „Unser Ziel war der Klassenverbleib, den hatten wir vorzeitig und ohne Probleme erreicht. Dass es nun sogar Platz zwei geworden ist, ist umso schöner“, sagt Michael Seibold, seit eineinhalb Jahrzehnten Cheftrainer des Vereins.

 

Nach dem abschließenden 7:2 am Sonntag zuhause gegen das Schlusslicht Grün-Weiß Mannheim, das bereits zuvor als Absteiger feststand, kommen die Vaihingerinnen auf eine Mannschaftsgesamtbilanz von fünf Siegen und zwei Niederlagen. Bereits 2023, im ersten Jahr nach dem Abstieg aus der nationalen Beletage, hatten sie die Vizemeisterschaft gefeiert. In der vergangenen Saison war es dann der dritte Rang geworden. Nun also wieder Zweiter. Das klingt nach Leistungskonstanz.

Mit etwas Glück wäre für die Blau-Weißen freilich noch mehr drin gewesen. Im entscheidendenden Duell in Heidelberg lagen sie nach den Einzeln 2:4 im Rückstand. „Es hätte aber auch zumindest mit einem 3:3 in die Doppel gehen können – dann hätten wir das Ding gewonnen“, ist Seibold überzeugt. Sowohl die Rumänin Georgia Craciun im Spitzeneinzel als auch die Französin Nina Radovanovic an Position sechs verloren ihre Begegnungen nach gewonnenem ersten Satz noch im Matchtiebreak. Und wer weiß, wie es gelaufen wäre, hätten nicht Miriam Bulgaru, Yvonne Cavalle-Reimers und die Trainertochter Emily Seibold alle aufgrund gleichzeitiger internationaler Turniereinsätze gefehlt. Darüber hinaus waren Craciun und Michaela Bayerlova unter der Woche krank gewesen.

„Ich bin mit der Saison dennoch super zufrieden. Wir hatten eine ganz tolle Stimmung in der Mannschaft, und wir haben unsere Neuzugänge menschlich und sportlich optimal integriert. Dass es nicht zum ultimativen Erfolg gereicht hat, ist schade, aber für uns kein Beinbruch“, sagt Seibold, der mit voraussichtlich nur marginalen personellen Veränderungen im nächsten Jahr wieder angreifen will.

Als zuverlässigste Punktesammlerinnen erwiesen sich in den vergangenen Wochen Marie Vogt und Radovanovic. Vogt, Neuzugang vom Nachbarn TC Bernhausen, der als amtierender Meister sein Team vor der Runde in die Oberliga zurückgezogen hatte, blickt auf eine Bilanz von 5:1 Siegen im Einzel und sogar 5:0 in den Doppeln. Und die 21-jährige Radovanovic gewann fünf von sechs Einzeln und vier von fünf Doppeln.

Meister und Aufsteiger mit dem Heidelberger TC wurden derweil zwei junge Schwäbinnen: Mariella Thamm (15) aus Neckartailfingen, ehemals in Bernhausen und beim TEC Waldau, und die Remseckerin Valentina Steiner (18). Letztere war vergangenes Jahr ebenfalls noch auf der Waldau aktiv.