Erster Aufschlag Federer beim Mercedes-Cup Foto: Getty

Superstar Roger Federer lockt beim Tennisturnier auf dem Weissenhof die Massen nach Stuttgart – vor allem die Fans aus seiner Heimat.

Stuttgart - Die Schweiz gilt schon seit längerem als wichtigster touristischer Zielmarkt für Stuttgart. Vor allem der Weihnachtsmarkt übt auf die Eidgenossen eine gewisse Faszination aus. In diesem Jahr kommt ein sportlicher Besuchermagnet hinzu: Das Tennisturnier auf dem Stuttgarter Weissenhof. Genauer: Roger Federer. Der Schweizer Tennis-Maestro dürfte in der Woche vom 4. bis 12. Juni für eine kleine Invasion aus seinem Heimatland sorgen. Nachdem die Tribünenkarten für die Tage Donnerstag bis Sonntag im Nu vergriffen waren, haben sich die Turnierverantwortlichen zum Bau einer Zusatztribüne mit weiteren 1500 Plätzen entschieden. Der Centre-Court wird bei der Jubiläumsausgabe (das Turnier findet in diesem Jahr zum 100. Mal statt) somit 6000 Zuschauern Platz bieten.

„Es freut uns natürlich, dass die Nachfrage so riesig ist“, sagt der Turnierdirektor Edwin Weindorfer. Der Österreicher setzt nach dem Umstieg von Sand aus Gras auf weiteres Wachstum. So konnten zusätzliche Sponsoren gewonnen werden, unter anderen die Fluglinie Emirates, einer der größten Werber in der Welt des Sports. Für mehr als einen Superstar reicht das Geld aber noch nicht aus. Vorjahressieger Rafael Nadal etwa kommt in diesem Jahr nicht wieder, Novak Djokovic ist Zukunftsmusik. Den Weltranglistenersten will Weindorfer 2018 auf den Weissenhof locken.

Auch Zverev und Kohlschrieber spielen

Sollten Weindorfers finale Verhandlungen den gewünschten Erfolg bringen, kann sich das Teilnehmerfeld aber auch in diesem Jahr sehen lassen: Neben dem deutschen Hoffnungsträger Alexander Zverev werden auch Deutschlands Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, und Vorjahresfinalist Viktor Troicki aus Serbien definitiv aufschlagen. Die Gespräche mit Publikumsliebling Gael Monfils aus Frankreich sowie dem US-Boy John Isner stehen unmittelbar vor dem Abschluss. Mit dem aufstrebenden Bulgaren Grigor Dimitrov, Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich), Dominic Thiem (Österreich) und Tennis-Rüpel Nick Kyrgios (Australien) haben die Turniermacher weitere Asse im Ärmel. Zudem statten die Bryan-Brüder, eines der besten Doppel aller Zeiten, dem Killesberg erstmals einen Besuch ab. Für Tommy Haas könnte es mit einem Start hingegen eng werden. Dem 38-Jährigen droht eine Operation am Fuß und damit wieder mal eine Verletzungspause.

Das wird für die vielen erwarteten Schweizer Tennisfans eher nachrangig sein. Sie wollen vor allem eines: ihr Idol Roger Federer bis zum Finale am 12. Juni spielen sehen.

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