Die SSB wehrt sich gegen eine Tempo-30-Zone. Foto: dpa

Die SSB wehren sich gegen Tempo 30 auf der Fasanenhofstraße. Die SPD lässt deren Einwände aber nicht gelten.

Stuttgart-Möhringen - Im Februar 2012 hat die SPD beantragt, dass die Fasanenhofstraße in die Tempo-30-Zone einbezogen wird. Aus verkehrsplanerischer Sicht steht dem nichts entgegen, gab die Verwaltung zu Protokoll. Doch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) wehren sich. Sie verweisen darauf, dass die damit verbundenen längeren Fahrzeit die Wende- und Pufferzeiten am Bahnhof Möhringen und am Europaplatz verkürzten. In der Folge würden unter anderem die Anschlusssicherheit verschlechtert und die verbleibenden Wendezeiten kämen in den Bereich der gesetzlich geforderten Mindestzeiten. Die SPD lässt diese Einwände nicht gelten. „So sehr wir solche Bedenken ernst nehmen, so wenig halten wir sie im konkreten Fall der Fasanenhofstraße für stichhaltig“, heißt es in einem Antrag.

Am Europaplatz betrage die Standzeit tagsüber sechs und abends fünf Minuten. Daher sei es möglich, notwendige Standzeitverkürzungen auf den Europaplatz zu konzentrieren. Die Abfahrts- und Ankunftszeiten am Möhringer Bahnhof blieben so gleich. An der Haltestelle Fasanenhof käme es nur zu geringen Veränderungen, weil die Strecke von der Einfahrt in die Tempo-30-Zone bis zur Haltestelle kurz sei, schreibt die SPD. „Laut Fahrplan ist der Bus zwischen Möhringen Bahnhof und dem Europaplatz tagsüber elf und abends neun Minuten unterwegs. Andere Busse sind pro Strecke doppelt so lang und länger unterwegs. Da wundert es uns, dass Standzeiten von tagsüber neun Minuten am Möhringer Bahnhof und vier Minuten am Europaplatz in den Bereich des gesetzlich Unzulässigen kommen sollen.“

Die SPD begründet ihre Forderung damit, dass es an der Fasanenhofstraße drei Spielplätze, eine Kindertagesstätte und eine Wohnanlage für Behinderte gibt. „Deshalb meinen wir, dass die Fasanenhofstraße zur Tempo-30-Zone werden sollte, zumal sie bei der letzten Sanierung schon entsprechend umgestaltet wurde.“ Die SPD beantragt, dass die Verwaltung mit den SSB Kontakt aufnimmt und das Nahverkehrsunternehmen bittet, ihre Haltung zu einer Tempo-30-Zone Fasanenhofstraße zu überprüfen und einer entsprechenden Geschwindigkeitsreduzierung aufgrund der Situation doch zuzustimmen.

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