Das EU-Parlament hatte einen kompletten Wegfall der Gebühren für Auslandstelefonate gefordert. Foto: dpa

Anrufe und Textnachrichten vom Festnetz oder vom Handy an ausländische Nummern kosten bislang jedoch extra – das soll sich ab Mai kommenden Jahres ändern.

Brüssel - Telefonate ins EU-Ausland werden billiger. Auslandsgespräche innerhalb der EU werden ab Mai kommenden Jahres nicht mehr als 19 Cent pro Minute kosten, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Für SMS an ausländische Nummern werden demnach maximal sechs Cent fällig. Die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament hatten sich am späten Dienstagabend auf diesen Kompromiss geeinigt.

Das Parlament hatte einen kompletten Wegfall der Gebühren für Auslandstelefonate gefordert. Seit Sommer 2017 können Handy-Nutzer im EU-Ausland bereits zum selben Tarif wie zu Hause telefonieren, SMS versenden und das mobile Internet nutzen. Anrufe und Textnachrichten vom Festnetz oder vom Handy an ausländische Nummern kosten bislang jedoch weiterhin extra - nach Angaben der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentralen zwischen 19 Cent und 14,90 Euro für ein zehn Minuten langes Gespräch.

Die neue Regelung zur Deckelung dieser Gebühren tritt am 15. Mai 2019 in Kraft. Der Vorstoß ist Teil einer Reform des Kodex für die elektronische Kommunikation, der auch die Handyfrequenzvergabe auf europäischer Ebene regelt. Die Reform soll Investitionen in Infrastruktur fördern, damit etwa 5G-Mobilfunknetze, die deutlich schnellere Datenübertragung bieten, ausgebaut werden.

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