Das Parken – und wo es nicht erlaubt oder kostenpflichtig ist – hat in Weil der Stadt in der Vergangenheit für emotionale Debatten gesorgt. Mit einem externen Institut will man das Thema jetzt wissenschaftlich angehen.
Geht es um den Verkehr, scheiden sich oft die Geister. In Weil der Stadt hatte 2023 strengere Parkregeln samt Gebühren- und Parkscheibenpflicht für Stirnrunzeln gesorgt. Dem Thema will man sich in der Keplerstadt auch weiterhin widmen – und zwar bald auch mit externer Hilfe. Dem Gemeinderat hatte die Verwaltung jüngst eine geplante Teilnahme am Projekt „Parken neu organisieren“ des Deutschen Instituts für Urbanistik (DiFu) mitgeteilt.
Beginnen soll das Projekt nach Angaben der Verwaltung im Juli 2026 mit einem Abschlussbericht noch im Herbst des selben Jahres enden. Die teilnehmenden Kommunen sollen dabei unterstützt werden, „ihr Parkraummanagement neu aufzustellen oder weiterzuentwickeln“, heißt es auf der DiFu-Homepage. Insbesondere im ersten Schritt geht es dabei um die aktuelle Forschung zum Thema, die den Kommunen in Workshops nahegelegt werden soll. In einer Vertiefung wird es dann konkreter: Versprochen werden„maßgeschneiderte Lösungsvorschläge und konkrete Handlungsempfehlungen“ für die Keplerstadt.
Über Parken wurde in der Vergangenheit nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch im Gemeinderat kontrovers diskutiert. „Da hat jeder seine eigene Meinung“, sagte Bürgermeister Christian Walter in der jüngsten Sitzung. „Wir würden es gerne mal objektivieren.“ Für die Stadt sei das Projekt eine gute Chance, das Thema Parken für wenig Geld noch einmal aufzuarbeiten, betonte Erster Beigeordneter Jürgen Katz vor den Stadträten. Die Beteiligung seitens der Verwaltung liegt laut Vorlage bei rund 33 000 Euro. In einer Sitzung, in der es oft um die desolaten Stadtkassen ging, blieben leise Zweifel an dieser Ausgabe seitens der Stadträte nicht aus. „An der Stelle haben wir als Verwaltung gesagt, das ist es uns wert, aufgrund der Emotionalität, die dieses Thema mitbringt“, erwiderte Walter.