Sven Väth kommt zu Semf Foto: dpa

Etwa 20.000 Raver werden am Samstag bei der Zwölf-Stunden-Techno-Party Semf erwartet. Die Veranstalter rufen dazu auf, keine Drogen mitzubringen - und haben wohl auch den jüngsten Exzess in Mannheim im Hinterkopf.

Stuttgart - Die Landesmesse auf den Fildern wird am Samstag für zwölf Stunden zur Partyoase von Ravern. Deniz Keser, einer der Veranstalter des Stuttgarter Electronic Music Festival, kurz Semf, erwartet von Samstag, 20 Uhr, bis Sonntag, 8 Uhr, knapp 20. 000 Besucher – damit wäre das Zwölf-Stunden-Festival Deutschlands größter Indoor-Rave.

Sven Väth, der Publikumsmagnet von Semf, wird gegen 2 Uhr auflegen. Erwartet werden auch DJ-Größen wie Chris Liebing, Tale of Us sowie eine Formationen namens Gestört aber Geil. Getanzt wird in mehreren Messehallen auf vier Floors.

Die Veranstalter rufen dazu auf, keine Drogen und keine Böller mitzubringen. Mit strengen Kontrollen am Eingang ist zu rechnen. Auch die Polizei hat angekündigt, vor Ort zu sein und nach Drogen zu suchen. „Wir wollen sauber feiern“, sagt Keser, „es gibt keinen risikofreien Drogenkonsum.“ Außerdem ruft er dazu auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen, falls man Alkohol trinken wolle.

Man will wohl Folgen wie am vergangenen Wochenende auf der Hardcore-Techno-Party „Toxicator“ in Mannheim vermeiden: Die Polizei nahm drei dort Ecstasy-Dealer fest, einer der insgesamt 12.000 Partygänger schwebte wegen Drogenkonsums zeitweise in Lebensgefahr.

Flüchtlinge sollen bis Freitag raus

Die Flüchtlinge, die in der Messehalle 9 untergebracht sind, sollen bis Freitag ausziehen – nicht wegen der Raver, sondern wegen des Aufbaus für die Messe CMT. Seit fünf Jahren findet das vor zehn Jahren gestartete Techno-Festival auf der Messer statt.

Dies habe sich als „optimaler Standort“ erwiesen, sagt Veranstalter Keser. Denn viele Besucher reisten aus verschiedenen Ländern mit dem Flugzeug an – der Flughafen befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft vom Semf. Manch einer spart sich die Übernachtung und fliegt am nächsten Vormittag wieder nach Hause.

www.semf.net

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