In der Pariser Metro kam es am Mittwoch zu einem Zwischenfall (Symbolbild). Foto: Horacio Villalobos/EPA/dpa

In Paris fahren einige Linien der Metro bereits im Automatik-Betrieb ohne Fahrer. Am Mittwoch kam es nun zu einem Zwischenfall, bei der ein Zug mehrere Stationen ohne Halt durchfahren hat und fast in einen anderen gerast wäre.

Pairs - Eine Fahrt mit der Pariser Metro gehört zum Pflichtprogramm vieler Touristen. Doch nun haben Passagiere eine wahre Horrorfahrt erlebt: Ein Zug der fahrerlosen Linie 1 raste hinter dem Louvre-Museum los und durchfuhr drei Stationen, ohne anzuhalten. Die vollautomatische Metro sei regelrecht „durchgedreht“, erklärte eine Gewerkschaft, die Metro- und Busfahrer vertritt.

„Wir sind nur knapp einem enormen Unfall entgangen“, schrieb ein Passagier auf Twitter. Ihre Metro sei beinahe in eine vorausfahrende hineingerast. Er habe noch nie im Leben so viel Angst gehabt. Erst eine Station vor dem Triumphbogen habe sie angehalten.

Gesellschaft spielt Vorfall herunter

Die Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP bestätigte den Vorfall am Mittwoch und sprach von einem „technischen Zwischenfall“. Auch wenn die Fahrt für die Passagiere sicher „eindrucksvoll“ gewesen sei, „versichern wir Ihnen, dass keine Gefahr bestand“, erklärte die RATP auf Twitter.

Die Gewerkschaft Solidaires RATP rief dazu auf, nicht immer mehr fahrerlose Züge einzusetzen. Um Geld zu sparen, wird derzeit auch die viel befahrene Pariser Linie 4 auf Automatik-Betrieb umgestellt.

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