Facebook, Instagram und Whatsapp hatten stundenlange Bildprobleme. Foto: dpa

Facebook und seine Töchter WhatsApp und Instagram haben am Mittwochabend weltweit Probleme beim Laden von Fotos, Sprachnachrichten und anderem gemeldet. Der Ausfall sorgte für interessante Einblicke in die Gesichtserkennung.

Stuttgart - „Mama, meine mobilen Daten tun nicht!“ Facebook hatte am Mittwochabend starke technische Probleme. Nutzer konnten weltweit kaum Fotos oder andere Dateien bei Facebook, Instagram und WhatsApp hochladen oder ansehen. Seit dem frühen Donnerstagmorgen sind die Störungen wieder behoben. Alle Dienste lieferten wieder „zu hundert Prozent“, teilte Facebook mit. Am Mittwoch waren beim Hochladen von Fotos, Videos und anderen Dateien Probleme aufgetreten; bei WhatsApp fielen daher auch die Sprachnachrichten weitestgehend aus.

Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für ungewollte Einblicke in die Art und Weise, mit der Facebook Bilder vertaggt. Statt der Dateien sahen die Nutzer offenbar computergenerierte Beschreibungen. Zu lesen ist etwa, wie viele Personen der Algorithmus in dem Bild erkennt, ob diese lachen, ob sie im Freien oder in einem Gebäude sind. Auch Merkmale wie Brillen oder Bärte sind vermerkt. Beobachter mutmaßen, dass Facebook diese Daten nutzt, um Werbung gezielt auszuspielen.

Analyse persönliche Bilder

Der US-Reporter Ryan Broderick versammelt auf BuzzFeed verwunderte Reaktionen vieler User über den Ausfall. Anna Tulchinskaya etwa merkt mit ironischem Unterton an, dass die Störung zeige, wie Facebook automatisch persönliche Bilder analysiere und „zusätzliche Informationen darüber sammelt, was darauf zu sehen ist. Aber lasst mich raten: Das passiert natürlich anonym und wird garantiert nicht für direkte Werbung verwendet“.

Der Internetseite „DownDetector“ zufolge begann die Störung gegen 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit und betraf insbesondere Europa und Nordamerika. Facebook, zu dem Instagram und WhatsApp gehören, teilte kurz nach zwei Uhr morgens am Donnerstag mit, alles funktioniere wieder.

Bereits im März waren Facebook-Dienste 24 Stunden lang wegen einer „Serverkonfiguration“ gestört gewesen. Der Ausfall war vermutlich der bislang massivste für den Internetgiganten, dessen Dienste geschätzt 2,7 Milliarden Menschen nutzen.

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