Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) staunt über die KI-Experimente des Professors (Sebastian Bezzel) Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Schöne neue Welt: In „Maleficius“ haben es die Ludwigshafener Ermittlerinnen mit künstlicher Intelligenz zu tun.

Ludwigshafen - Hat sich der junge Mann tatsächlich das Leben genommen? Seit einem Unfall sitzt er im Rollstuhl. Dieser steht nun verlassen am Flussufer. Bloß, wie kommt einer im Rollstuhl ohne fremde Hilfe ans Ufer? „Hier stimmt was nicht“, sagt Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) denn auch. Jemand muss nachgeholfen haben. Doch wo ist die Leiche des jungen Mannes? Ist er überhaupt tot?

In „Maleficius“, dem neuen „Tatort“ aus Ludwigshafen, führen die Fährten in zwei Welten, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Hier harte Jungs, die illegale Autorennen in der Stadt veranstalten und zur Gefahr für sich und andere werden. Dort die sterile Welt eines ambitionierten Zukunftsforschers (Sebastian Bezzel), der seinen Patienten Platinen in den Kopf einpflanzt, um Demenz zu heilen oder Querschnittsgelähmte wieder gehfähig zu machen. Schöne neue Welt der Künstlichen Intelligenz.

Zwei spannende, aktuelle Themen, von denen dieser Ludwigshafener „Tatort“ konzentriert und unspektakulär erzählt. Die Kommissarinnen arbeiten Hand in Hand und verzetteln sich nicht in Streitereien. Der Oberstaatsanwalt (Max Tidof) ist es, der Odenthal Prügel in den Weg legt und die Experimente des berühmten Hirnforschers nicht behindern will, wovon sich Odenthal freilich nicht beirren lässt. Zum Finale hin wird es dann noch richtig spannend. „Auf solche Geschichten werden wir uns zukünftig wohl einstellen müssen“, heißt es zum Schluss – was durchaus stimmen könnte.

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