Was verbindet den Mann und das Mädchen (Meira Durand und Andreas Lust), die da Kilometer um Kilometer durch den Schwarzwald fahren? Foto: SWR/Benoit Linder

Der neue Fall aus dem Schwarzwald ist eher grelles Drama statt Krimi. In „Für immer und dich“ bekommen es die Ermittler Berg und Tobler mit einer seltsamen Beziehung zu tun.

Freiburg - Es ist die Art Sommerhitze, die Schlieren in die Luft schmiert. Sie verzeichnen ein Bild, das schon an sich verzerrt genug wäre: Eine fünfzehnjährige Hübsche (Emily, gespielt von Meira Durand) genießt die Fahrtluft auf dem Rücksitz, der Mann am Steuer, Martin (Andreas Lust), küsst liebevoll ihre Füße. Einer, der locker ihr Vater sein könnte.

Dieser Strudel aus Abhängigkeiten entwickelt einen schmerzhaften Sog, die Handkamera führt fast zu nah ran an die Figuren, kein Mensch will da mittendrin sein. Die Regisseurin Julia von Heinz weiß um ähnliche reale und fiktive Geschichten. Trotzdem will sie in diesem „Tatort“ nur ihre eigene Geschichte erzählen. Das macht es nicht aushaltbarer. Im Gegenteil. Während in den anderen Schwarzwald-Fällen Düsternis das Böse umsumpfte, leuchtet nun die Sommersonne ein menschliches Drama grell aus. Alles schwitzt.

Ausstrahlung: Sonntag, 10.März 2019, 20.15 Uhr

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