Blutbesudelt nach der fatalen Panne: Borowski (Axel Milberg) und Sahin (Almila Bagriacik) Foto: NDR/Gordon Timpen

Die Kieler „Tatort“-Folgen flirten gern mal mit dem Übersinnlichen. „Borowski und der Fluch der weißen Möwe“ tut das nur im Titel. Die straff inszenierte Folge erzählt von Polizeischülern unter Stress.

Kiel - Noch herrscht gute Laune in den beiden Polizeiautos: Zwei Streifenteams sind in Kiel unterwegs, Polizeischüler sind mit an Bord, man liefert sich einen kleinen Wettbewerb, wie man durch den Stadtverkehr kommt. In einem der Wagen steigert man den Adrenalinpegel ein wenig, braust mit Signal los, provoziert haarige Situationen.

Der neue „Tatort“ aus Kiel startet gut, weil er das Wunschbild manches Polizeianwärters in Bilder fasst: ein wenig Großstadt-Cowboy spielen. Und dann holt die von Eva und Volker Zahn über weite Strecken spannend geschriebene, von Hüseyin Tabak straff inszenierte Folge „Borowski und der Fluch der weißen Möwe“ die Cops in die dreckige Wirklichkeit. Sie werden zu einem Selbstmordversuch gerufen, sie sind nicht so erfolgreich, wie sie sich das immer wünschen. Abends sind die mit den nerven fertig, und ihr Stressabbau wird noch Folgen haben.

Ausstrahlung: Sonntag, 10. Mai 2020, 20.15 Uhr

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