Apotheken sind für Einbrecher offenbar lohnende Ziele – wegen der Glasschiebetüren Foto: dpa

Die Glasschiebetüren von Apotheken sind offenbar ein reizvolles Ziel für Einbrecher. Zum wiederholten Mal ist ein Geschäft von Eindringlingen heimgesucht worden – und die Tür erweist sich als Achillesferse.

Stuttgart - Die kleine Apotheke am Zwickel der Franz-Schubert- und Griegstraße in Botnang ist in der Nacht zum Mittwoch von Einbrechern heimgesucht worden. Die Täter hatten es offenbar weniger auf Medikamente abgesehen – sie entkamen mit zwei tragbaren Rechnern.

Wie die Polizei in einer ersten Stellungnahme mitteilte, muss sich die Tat in der Zeit zwischen 19.30 und 4.35 Uhr abgespielt haben. In den frühen Morgenstunden wurde die Tat entdeckt. Obwohl der über sechs Treppenstufen erreichbare Zugang auf dem ganzen Platz weithin sichtbar ist, drangen der oder die Täter offenbar unbemerkt in die Räumlichkeiten ein. In der Umgebung gibt es einen Lebensmittelmarkt und mehrere Einzelhändler und Handwerksbetriebe.

Offenbar erweisen sich die Glasschiebetüren als Achillesferse der Sicherheit. Immer wieder versuchen die Eindringlinge, die Schiebetüren aufzudrücken – was offenbar leichter gelingt, als normale Türen aufzuhebeln. Entsprechend häufen sich derzeit die Einbruchsmeldungen in Stuttgart und der Region.

Am Wochenende schlug ein Einbrecher im Osten Stuttgarts, im Stadtteil Gablenberg, zu. Auch in der Gablenberger Hauptstraße hebelte ein Unbekannter die Schiebetür des Geschäfts auf. Er hatte es bei dieser Tat, die sich zwischen Samstag und Montag abspielte, weniger auf Elektronikartikel abgesehen, sondern auf Medikamente. Die ließ er aus dem Warenlager mitgehen.

Seit Juni geht es rund

Seit Juni häufen sich die Meldungen über Apothekeneinbrüche. In Mötzingen, Kreis Böblingen, ließen die Täter aus einer Kasse mehrere Hundert Euro mitgehen, nachdem sie die Schiebetür überwunden hatte. Schwerpunkt aber ist der Kreis Ludwigsburg: In der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg selbst hatte ein Eindringling dagegen Pech, weil er die Tür beschädigte und einen Alarm auslöste. Er musste ohne Beute flüchten. Medikamente im Wert von mehreren Hundert Euro erbeutete ein Einbrecher dagegen in Markgröningen, nachdem er die Tür überwunden hatte. Gleich zwei Apotheken gerieten in Asperg ins Visier. In beiden Fällen blieben die Täter ohne Beute – womöglich weil sie gestört wurden. In einer Apotheke an der Oststraße in Ludwigsburg erbeutete ein Eindringling Bargeld und Arzneimittel für Kinder.

Ungewöhnlich war allerdings ein Einbruch in der Haußmannstraße im Stuttgarter Osten in der Nacht zum 3. Juni: Dort hatten die Täter, ehe sie Medikamente für mehrere Hundert Euro mitgehen ließen, die Nachtklappe aufgehebelt und sich durch die Öffnung ins Innere gezwängt. Der Fall ist weiter ungeklärt.

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