Höchste Sicherheitsstufe: Odenthal (Ulrike Folkerts) will zum Empfang des US-Staatssekretär. Foto: SWR

Wie viel ist ein Leben wert, so lautet die unausgesprochene Frage der aktuellen „Tatort“-Folge aus Ludwigshafen. Die Stärken und Schwächen des Krimis mit Lena Odenthal im Schnellcheck.

Stuttgart - Was taugt der neue „Tatort“ mit Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts): „Vom Himmel hoch“ im Schnellcheck

Die Handlung in zwei Sätzen

Ein Psychologe, der US-Soldaten, aber auch Flüchtlinge betreut hat, wird ermordet. Die Spur führt direkt in die Tiefen der menschlichen Psyche, in der der Krieg schlimmste Wunden hinterlässt.

Zahl der Leichen

Erst eine, dann eine zweite Leiche, aber in Wirklichkeit geht es um hunderte Kriegsopfer.

Aktualität

Der Autor und Regisseur Tom Bohn erzählt unaufgeregt, aber spannend, wie die Kriegseinsätze der US-Armee in den deutschen Alltag hineinwirken.

Thema

Wie viel ist ein Leben wert, so lautet die unausgesprochene Frage dieses „Tatort“. Mit Drohnen lässt sich elegant per Knopfdruck töten – „am Monitor abknallen“, wie die Soldatin es nennt. Täter und Opfer bleiben aber dennoch Menschen.

Originell

Lustig, wie die Brüder, die einen Anschlag auf den amerikanischen Staatssekretär planen, in weißen Maleroveralls einen Schornstein anpinseln, um keine Aufmerksamkeit zu erwecken.

Kunstvoll

Drohnen im Kriegseinsatz, Drohnen beim Attentat – und auch die Kamera fängt ihre Bilder oft per Drohne ein.

Schwächster Dialog

„Das ist Scheiße, Herr Oberstaatsanwalt“ – „Ich weiß, Frau Odenthal.“

Missglückt

Der Oberstaatsanwalt, von Max Tidof gespielt, ist überzeichnet und erinnert eher an einen schmierigen Mafioso als an einen Staatsdiener.

Unser Fazit

Sehenswert, allein deshalb, weil man ohne Verhöre auskommt.

Spannung 2; Logik 2.

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