Diese beiden Herren mögen einander gar nicht: TV-Star Jansen (Barry Atsma, li.) und Kommissar Brix (Wolfram Koch). Foto: HR/Degeto/Bettina Müller

Die Frankfurter „Tatort“-Ermittler Janneke und Brix mussten in „Das Monster von Kassel“ einem arroganten TV-Star auf die Pelle rücken. War das Anschauen einen Sonntagabend wert? Unser Schnell-Check

Frankfurt/Main - Was taugt „Das Monster von Kassel“? Der neue „Tatort“ aus Frankfurt/Main im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen In Frankfurt am Main werden Leichenteile gefunden. Die Kommissare Janneke (Margarita Broich) und Brix (Wolfram Koch) nehmen den Stiefvater des Ermordeten, den in Kassel lebenden erzeitlen TV-Talkmoderator Jansen (Barry Atsma), ins Visier.

Zahl der Leichen 1; es sei denn, man folgt Jansens Darstellung, da metzele ein seit Jahrzehnten nicht gestellter Serientäter.

Weiterbildung „Der Täter macht sich die Mühe, die Leiche zu zerteilen, und dann legt er sie so hin, dass jeder sie finden kann. Das ist schon seltsam, oder?“ Der Vorgesetzte von Janneke und Brix weist auf einen Aspekt des Falls hin, der den Ermittlern und uns Zuschauern sonst garantiert nie aufgefallen wäre.

Nette Geste Vor Jansens Haus wartet ein Pulk Boulevardjournalisten. Beim Heranfahren lässt Jansen das Autofenster herunter, damit sich ihm Kameras und Mikrofone besser entgegen recken können.

Fieser Typ Barry Atsma spielt den Widerling Jansen so authentisch, dass man denkt, ein Glas frischer Milch müsse in seiner Hand sauer werden.

Laxe Arbeit Unermüdlich stieren die Kamerateams vor Jansens Haus in einen Garten, in dem nichts zu sehen ist. Als ein Nachbarsmädchen mitten unter den Journalisten Blumen niederlegt, kümmert sich keiner um dieses Motiv, als Brix aus dem Haus kommt und mit dem Mädchen spricht, hebt sich keine Kamera. Mit dem Boulevardjournalismus geht es zu Ende.

Unser Fazit Broich spielt Janneke weiterhin so, als sei hier die Mutter eines Jungkommissars einfach mal einen Tag eingesprungen, weil Sohnemann Grippe hat.

Spannung Note 4; Logik Note 5

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