Der Sprengmeister Maiwald (Ralph Herforth, links) gerät mit Kommissar Schenk (Dietmar Bär) aneinander. Foto: WDR

Der „Tatort“ aus Köln mit Ballauf und Schenk im Schnellcheck: In „Bombengeschäft“ wurde es explosiv. War das Anschauen einen Sonntagabend wert?

Köln - Seit nun 22 Jahren das Traumpaar bei der Kripo Köln: Max Ballauf und Freddy Schenk. Was taugt „Bombengeschäft“, der neue „Tatort“ aus der Domstadt? Hier kommt unsere Kritik im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Der gewissenhafte Sprengmeister Peter Krämer stirbt im Dienst. Trotz der gefährlichen Arbeit schließt sich ein tragischer Arbeitsunfallschnell aus.

Zahl der Leichen eine

Die Grundlage Im Zweiten Weltkrieg wurde Köln so oft wie kaum eine andere deutsche Stadt bombardiert. Unzählige Blindgänger liegen noch immer unter der Stadt begraben. Auf Nordrhein-Westfalen soll eine Bombenlast von 650 000 Tonnen gefallen sein.

Nur nicht übertreiben Irgendwie süß, wie sich Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) dem digitalen Zeitgeist verweigern und es knallhart durchziehen, ständig „Textnachrichten“ zu sagen.

Wenn der Joint wirkt „Ärgerlich, wenn man sich an den Eiern kratzen will und die aber in Bosnien an einer Hauswand kleben.“ Trotz eines schrecklichen Unfalls mit einer Tretmine hat Alexander Haug noch seinen Humor im Rollstuhl beisammen – und kifft in Gegenwart der Kommissare. Dann wirkt das medizinische Marijuana vollends: „Hahahaha. Sie können mir gar nicht auf den Sack gehen. “

Ruhig, Norbert Der rheinisch behäbige Norbert Jütte, Assistenz von Ballauf und Schenk, nimmt kaum an der Handlung Teil, weil er meistens Pause macht. Langsam wird er auch frech: „Wenigstens habe ich ein Privatleben, das ich pflege.“

Unser Fazit Ballauf und Schenk werden immer mehr zu einem alten Ehepaar, das gemütlich nebeneinander her lebt. Aber zumindest haben sie weniger Probleme als Meret Becker in Berlin.

Spannung Note 3; Logik Note 2

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