Tatort-Kritik: Waldlust Gruß von Edgar Wallace: Was taugt der neue Tatort aus Ludwigshafen?

Von Adrienne Braun 

Wir haben gesehen: „Waldlust“ mit Lena Odenthal beim Coaching-Wochenende. Doch aus der Teamarbeit wird nichts, die Polizei-Delegation gerät in ein dubioses Gruselhotel.

Ludwigshafen - Der Tatort „Waldlust“ im Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen

Die Ermittler landen bei einem Coachingwochenende in einem verkommenen Hotel, dessen Besitzerin vor Jahren ermordet wurde. Wollte jemand, dass die Kripo den Fall noch mal aufrollt?

Zahl der Leichen

Zwei plus zwei plus zwei.

Location

Im Schwarzwald gibt es viele verlassene Gasthöfe. Am Drehort Loßburg sperrte der Besitzer vor Jahren sein voll ausgestattetes Gasthaus ab – und ging.

Musik

Martina Eisenreich hat eine kinoreife sinfonische Filmmusik geschrieben, die diesem Kammerspiel im Gruselhotel eine ganz besondere Qualität verleiht.

Zitat

Edgar Wallace lässt grüßen. Wie die Figuren hier plötzlich im verschneiten Wald eingeschlossen sind, das Telefon nicht mehr funktioniert und zuletzt auch noch der Strom ausfällt – das erinnert auf amüsante Weise an die guten alte Wallace-Krimis in Schwarz-Weiß.

Gruselfaktor

„Hier ist alles voller Geräusche“, sagt Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), aber so mutig sie und Kollegin Stern (Lisa Bitter) sich geben, auch ihnen kriecht die Furcht allmählich in den Nacken.

Winkelzüge

Wenn ein Schauspieler wie Juergen Maurer engagiert wird, ahnt man, dass er sich nicht mit der harmlosen Nebenrolle als Dorfpolizist begnügt. Wie raffiniert das Drehbuch entschlüsselt, dass er der Mörder war, ist bemerkenswert.

Unser Fazit

Durchaus sehenswert und eine angenehme Abwechslung zu den ewigen Morden im Rotlichtviertel und den beliebten Schauplätzen in Luxusvillen.

Spannung

Note 1

Logik

Note 2

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