Beim Gang durch die Stadt gilt der Grundsatz: Vorsicht vor Taschendieben. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Einige Nachtschwärmer in der Stadt werden das Wochenende in schlechter Erinnerung behalten: Sie wurden von Langfingern ins Visier genommen.

Stuttgart - Langfinger haben am Wochenende Nachtschwärmer in der Stadt ins Visier genommen – immerhin gab es einen Fall, bei dem ein Täter gefasst werden konnte. Ein 23-Jähriger, der in der Nacht zum Sonntag eine Passantin in der Calwer Straße bestehlen wollte, kam in Untersuchungshaft. In anderen Fällen liegen dagegen nur vage Täterbeschreibungen vor. Der jüngste Vorfall spielte sich am Sonntag um 23.55 Uhr vor einem Lokal in der Calwer Straße in der Innenstadt ab. Ein Langfinger versuchte einer Passantin die Geldbörse aus der Handtasche zu stehlen, was die aber bemerkte und die Polizei verständigte.

Der 23-jährige Verdächtige wurde in Tatortnähe gefasst und landete in U-Haft. Schon seit Monaten beobachtet die Polizei das verstärkte Auftreten von Taschendieben schwarzafrikanischer Herkunft. Diese sind bisher vor allem im Bereich der S-Bahn aktiv. Die Bundespolizei registrierte an den Haltestellen Hauptbahnhof, Stadtmitte und Schwabstraße sowie in Leonberg und Weil der Stadt 18 Festnahmen.

Rempelei am Parkscheinautomaten – alles Ablenkung

Unbekannt ist dagegen ein Taschendieb-Paar, das am Freitag um 21.15 Uhr eine 57-jährige Frau um mehrere Hundert Euro gebracht hat. Das Opfer wurde am Parkhausautomaten des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle an der Holzgartenstraße angerempelt. Dann verschwand der Geldbeutel, was die Frau erst später bemerkte. Eine Täterbeschreibung gibt es nicht – im Gegensatz zu einem Fall, der sich um 23.50 Uhr am Rotebühlplatz abspielte.

Drei Männer sprachen einen 18-Jährigen auf Höhe der Kronprinzstraße an, lenkten ihn ab und ließen dessen Smartphone samt Bargeld mitgehen. Die Täter hätten arabisch ausgesehen, erklärte das Opfer später bei der Polizei. Sie waren bärtig, dunkelhaarig, 1,80 Meter groß, einer hatte eine schwarz-weiße Schildmütze, der andere einen Rucksack. Hinweise werden unter der Rufnummer 07 11 / 89 90 - 31 00 erbeten.

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