Uneingeschränkter Mittelpunkt am Premierenabend: Musiker Phil Collins. Foto: Peter Petsch

„Tarzan“-Komponist Phil Collins gibt einen Einblick in seine Gedanken als Songschreiber.

„Tarzan“-Komponist Phil Collins gibt einen Einblick in seine Gedanken als Songschreiber.

Stuttgart - Normaler geht’s nicht: blaues Hemd, Jeans, braune Schuhe und ein bisschen unrasiert. So sieht ein Weltstar kurz vor einer Premiere aus, in der seine Musik eine der Hauptrollen spielt. Ex-Genesis-Sänger Phil Collins plauderte am Donnerstag eine halbe Stunde lang mit Medienvertretern:

Mister Collins, bei einem Weltstar vermutet man jede Menge Macken. Welche Klischees treffen auf Sie zu?
Keins.
„Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ galt für Sie nie?
Sagen Sie das nicht.
In Stuttgart sind Sie mit Genesis zuletzt 2007 aufgetreten. War die Tour wirklich die letzte?
Damals sagte ich allen, das war’s. Ich wollte mich um meine Kinder kümmern.
Und jetzt?
Wer weiß. Meine Ehe ging in die Brüche, meine Kinder leben nicht mehr bei mir. Da hatte ich plötzlich Zeit. Mein Sohn hat mal gefragt, warum ich im Song „Mama“ von 1983 so seltsam lache. Das hat meinen Appetit aufs Komponieren noch gesteigert.
Zum Beispiel für den Film „Tarzan“ und das gleichnamige Musical?
Ich war völliger Neuling und habe eine neue Art des Songschreibens kennengelernt. Die Musik musste ein Theaterstück tragen, ­damit die Leute nicht aufstehen.
Wer wären Sie in der Show am liebsten?
Janes Vater Porter. Bei der Entwicklung der Show in New York habe ich ihn manchmal kurz gespielt, weil ich Engländer bin wie er.
Wann gibt es von Ihnen eine neue Platte?
Ich habe gerade keinen Plattenvertrag.
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