GDL-Vorsitzender Claus Weselsky (Mitte) hat vor den Tarifverhandlungen mit der Bahn mit einem "massiven Arbeitskampf" gedroht. Foto: dpa

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL gehen in die nächste Runde. Falls es zu keinen Verhandlungen für alle GDL-Mitglieder kommt, droht GDL-Chef Weselsky mit "massiven Arbeitskämpfen" nach dem 11. Januar.

Berlin - Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben am Mittwoch einen weiteren Versuch unternommen, neue Streiks abzuwenden. Gewerkschaftschef Claus Weselsky sagte vor Verhandlungsbeginn in Berlin: „Wir werden heute eine Zäsur haben.“ Komme man nicht zu Verhandlungen für alle GDL-Mitglieder, werde es nach dem 11. Januar „massive Arbeitskämpfe“ geben. Bis dahin gelte eine Streik- und Verhandlungspause.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte, er habe schon zehn oder elf Angebote vorgelegt. Darüber müsse endlich geredet werden. Für ihn sei die Frage vom Tisch, für welche Berufsgruppen überhaupt verhandelt werde.

Die GDL fordert unter anderem fünf Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Als ein Schwerpunkt des Gesprächs zeichnete sich vorab aber das Thema Überstunden ab. „Nicht die fünf Prozent stehen im Vordergrund, sondern die Belastung, die Absenkung der Überstunden“, sagte Weselsky. In diesem Punkt habe die Bahn keinerlei Angebote gemacht.

Weber sagte dazu: „Darüber müssen wir reden: Was ist angemessen? Was entspricht dem Wettbewerb?“ Die GDL akzeptiere bei den Konkurrenten der Deutschen Bahn schlechtere Bedingungen für ihre Mitglieder. „Wir dürfen da nicht weitere Nachteile erleiden“, warnte Weber.

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