Foto: dpa

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes versteht die Gewerkschaft Verdi auch an Fasching keinen Spaß - und rief für den "Schmotzigen Dunschdig" zum ganztägigen Warnstreik auf.

Stuttgart - Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes versteht die Gewerkschaft Verdi auch an Fasching keinen Spaß - und rief für den "Schmotzigen Dunschdig" zum ganztägigen Warnstreik auf. Am Donnerstag sollen die Beschäftigten der Hochschule Ulm die Arbeit niederlegen. "Der Zorn über das miese Arbeitgeberangebot ist hier besonders hoch", teilte Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm am Mittwoch mit. Nach sechs Jahren Reallohnverlust sei das Angebot der Arbeitgeber eine Frechheit und fordere die Beschäftigten geradezu heraus.

Auch nach Fasching wollen die Arbeitnehmer noch einmal den Druck erhöhen. Am 27. Februar sollen Beschäftigte aus Regierungspräsidien, Autobahnmeistereien, Staatstheatern und Zentren für Psychiatrie zu einer zentralen Kundgebung in Stuttgart zusammenkommen. Verdi rechnet in Stuttgart mit mehreren hundert Arbeitnehmern und Beamten.

Die Arbeitgeber hatten 4,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis Ende 2010 geboten. Die Tariferhöhung soll aber erst nach sechs Nullmonaten am 1. Juli 2009 in Kraft treten. Die Arbeitnehmer kämpfen für 7,5 Prozent mehr Einkommen. Die ursprüngliche Gewerkschafts-Forderung hatte acht Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat, gelautet. Die vierte Verhandlungsrunde beginnt am 28. Februar in Potsdam.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: