Tauscht den Brustring gegen die Raute: Berkay Özcan (li.) Foto: Baumann

Der VfB Stuttgart verkauft Berkay Özcan an den Hamburger SV. Der 20-Jährige unterschreibt bei den Hanseaten einen Vertrag bis 2023, der VfB kassiert bis zu drei Millionen Euro an Ablöse und damit deutlich mehr als bei einem möglichen Wechsel erst nach der Saison.

Stuttgart/Hamburg - Am vergangenen Samstag beim 2:3 gegen den FSV Mainz 05 hatte er es nicht in den Kader geschafft, nun verlässt Berkay Özcan den VfB Stuttgart in Richtung Hamburger SV. Beim Zweitligisten unterschreibt der 20-Jährige einen Vertrag bis zum Jahr 2023. Der VfB kassiert dafür eine feste Ablöse in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Bei einem Aufstieg des HSV erhöht sie sich auf drei Millionen Euro.

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Beim HSV wird der türkische Nationalspieler auf seinen früheren Trainer Hannes Wolf treffen. Der in Stuttgart allerdings nicht als großer Förderer des Talents in Erscheinung getreten war – über die Rolle des Ergänzungsspielers kam Özcan nie hinaus, auch nicht bei Wolfs Nachfolgern Tayfun Korkut und Markus Weinzierl. Weshalb es der Wunsch des Spielers war, dem Verein, für den er seit der U17 am Ball war, den Rücken zu kehren und im hohen Norden eine neue Herausforderung zu suchen. Durch den sofortigen Verkauf generiert der VfB eine deutliche höhere Ablösesumme als bei einem möglichen Wechsel im kommenden Sommer. Dann hätte eine Klausel in Özcans Vertrag gegriffen, die ihm einen günstigen Ausstieg aus seinem bis 2021 datierten Vertrag ermöglicht hätte, sofern er nicht eine bestimmte Anzahl an Bundesligaspielen absolviert. Davon war nach dem bisherigen Saisonverlauf, in dem der türkische Nationalspieler lange verletzt ausfiel, nicht auszugehen.

Der Abgang wirft Fragen auf

Der Abgang Özcans beim Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga wirft trotzdem Fragen auf. Schließlich ist der Kader nicht gerade üppig besetzt, die sportlichen Verantwortlichen hatten zuletzt immer betont, die Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg nicht schwächen zu wollen. Am Mittwoch wurde bereits Hans Nunoo Sarpei an den Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth verliehen. Wenigstens Daniel Didavi ist nach Angaben von Trainer Markus Weinzierl auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim FC Bayern München (Sonntag, 15.30 Uhr) „auf einem guten Weg“.

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