Einsatzkräfte suchen nach den verschütteten Bergbauarbeitern. Foto: AP

Bis zu 50 Bergleute sollen während des Taifuns „Mangkhut“ auf den Philippinen begraben worden sein. Auch in China steigt die Zahl der Opfer.

Manila/Peking - Unter Schlamm und Schutt suchen Rettungsteams im Norden der Philippinen nach Dutzenden Opfern von Taifun „Mangkhut“. Einsatzkräfte in der Stadt Itogon gruben am Montag mit Schaufeln, Hacken und teils auch mit bloßen Händen in dem Schlamm, der mit Steinen, umgestürzten Bäumen und Schutt vermischt ist. Hier begrub eine Schlammlawine, ausgelöst durch heftige Regenfälle, eine Unterkunft von Bergbauarbeitern.

Laut Bürgermeister Victorio Palangdan hielten sich 40 bis 50 Menschen in dem Gebäude auf: „Wir glauben zu 99 Prozent, dass die eingesperrten Leute tot sind“, sagte er. „Wir machen weiter, bis wir alle Körper gefunden haben.“ Itogon liegt in der Provinz Benguet im Norden des südostasiatischen Landes, 198 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila.

Nach Regierungsangaben sind auf den Philippinen mindestens 58 Menschen durch den Taifun gestorben, der die Philippinen am Samstag heimgesucht hat. Weitere 49 wurden vermisst.

Entwarnung wurde noch nicht gegeben

Die Zahl der Opfer durch „Mangkhut“ an der Südküste Chinas ist auf vier gestiegen. Wie die chinesische Katastrophenschutzbehörde am Montag mitteilte, hinterließ der Sturm in der Provinz Guangdong die schlimmsten Schäden. Drei Menschen wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Ein Mensch starb, weil ein Gebäude einstürzte. Am Vorabend war zunächst von zwei Toten die Rede gewesen. Die Aufräumarbeiten liefen noch in der Nacht an, wie staatliche Medien berichteten. Vielerorts blieben Schulen geschlossen. Entwarnung wurde wegen anhaltender starker Regenfälle noch nicht gegeben.

„Mangkhut“ hatte in China und in Hongkong am Sonntag vielerorts große Verwüstungen angerichtet. Große Teile der Südküste sowie die Millionenmetropole Hongkong kamen beinahe vollständig zum Stillstand. Hunderte Flüge wurden gestrichen, der Nahverkehr eingeschränkt und mehr als 2,4 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht, wie chinesische Staatsmedien berichteten.

Fernsehsender zeigten Bilder von überfluteten Straßen und starken Regenfällen, die sich über der Region entluden. Heftiger Wind riss Bäume um, zerstörte Fensterscheiben und brachte Baugerüste zum Einsturz. Allein in Hongkong wurden laut der Zeitung „South China Morning Post“ mehr als 200 Menschen mit Verletzungen behandelt.

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