Auch den Bahnhof in Markgröningen können die Besucher am Tag des offenen Denkmals am Sonntag besuchen. Foto: factum/Granville

Viele Gebäude und Museen, die sonst nur selten oder nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, öffnen am Denkmaltag ihre Pforten. Empfehlungen für einen Streifzug am 9. September durch den Kreis Ludwigsburg.

Ludwigsburg - Einmal im Jahr können denkmalgeschützte Gebäude, die sonst nicht oder selten zugänglich sind, von der Öffentlichkeit erkundet werden. Am Sonntag, 9. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals, ist es wieder so weit. Auch im Landkreis Ludwigsburg gibt es einiges zu entdecken. Etwa der Markgröninger Bahnhof, der in den nächsten Jahren reaktiviert werden könnte, sollte die Bahn tatsächlich wieder zwischen Ludwigsburg und Markgröningen rollen.

Ehemalige Häuser von Ministern, Freimaurern und Grafen

In Ludwigsburg öffnen am Sonntag von 10 bis 18 Uhr der Grafen- und Gesandtenbau in der Schlossstraße, es gibt Führungen. Der ehemalige Amtssitz des Ministers von Grävenitz aus dem 18. Jahrhundert wird derzeit von einem Investor saniert. Mitte Mai sollen die Arbeiten an den Gebäuden fertig sein, es entstehen Büroflächen, die vermietet werden. Das Haus der Freimaurer aus dem Jahr 1887 steht Besuchern ebenfalls offen. Im ersten Obergeschoss befindet sich ein Tempel für die rituellen Treffen der Freimaurer, die dort noch regelmäßig stattfinden. Die Freimaurer wollen sich für Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz einsetzen. Zudem öffnen am Sonntag auch die Ludwigsburger Torhäuser für Gäste, und das Residenzschloss lädt zu einer Ausstellung über die Techniken der Restaurierung an. Den Tag über fährt ein kostenloser Buspendelverkehr alle Denkmalstationen der Stadt an. Er startet vom Busbahnhof aus.

Schmieden, ein Waschhaus und eine Mühle

In Besigheim öffnet der Schochenturm, den man ansonsten nur an Ostern und Pfingsten von innen zu sehen bekommt, seine Pforten. Ebenfalls eine seltene Gelegenheit für den Besuch: die alte Dorfschmiede in Löchgau, die noch vollständig erhaltene Werkzeuge und Maschinen vorweisen kann. Voll ausgestattet und in ursprünglichen Zustand erhalten ist auch die 350 Jahre alte Schmiede in Remseck. Sie wurde erst 2012 renoviert. Auch das alte Waschhaus, 1994 stillgelegt, und die alte Ölmühle von 1900, die seit 1969 nicht mehr im Einsatz ist, können in Remseck besichtigt werden. Die drei Museen sind sonst nur auf Anfrage geöffnet.

Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Er findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Einen Überblick über alle Angebote gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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