Ein Tag vor der Waffenruhe gab es verstärkt Anschläge wie hier in Douma. Während der Waffenruhe kam es zu kleineren Verstößen. Foto: DPA

Die vereinbarte Waffenruhe in Syrien scheint zunächst eingehalten zu werden – bis auf wenige Ausnahmen.

Beirut - Gegen die vereinbarte Feuerpause in Syrien hat es nach Berichten von Oppositionsmitgliedern und Beobachtungsgruppen bislang nur kleinere und sporadische Verstöße gegeben. „Es herrscht Ruhe“, sagte der Leiter der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdurrahman, am Dienstag zur Lage in den meisten Teilen des Bürgerkriegslandes.

Die Waffenruhe war am Montagabend nach Einbruch der Dunkelheit in Kraft getreten. Ein oppositioneller Aktivist in der südlichen Provinz Daraa, Ahmad al-Masalmeh, sagte ebenfalls, dass es in seiner Region ruhig sei.

Kleinere Verletzungen der Vereinbarung habe es in der zentralen Provinz Hama gegeben, sagte Abdurrahman. Eine weitere Aktivistengruppe, die sogenannten Lokalen Koordinationskomitees, berichteten von Beschuss in der besonders umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo sowie in der südlichen Region Kuneitra. Die staatlichen Medien sprachen davon, dass Rebellen in Aleppo gegen die Feuerpause verstoßen hätten.

Die USA und Russland hatten sich am Wochenende in Genf auf die Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und gemäßigten Rebellen geeinigt, die zunächst vor allem Hilfslieferungen an notleidende Syrer ermöglichen soll – etwa in Aleppo. Einflussreiche Rebellengruppen hatten zuvor tiefe Skepsis über die vereinbarte Waffenruhe geäußert.

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