Innovative Unternehmen und erstklassige Forschung gehen in Kärnten Hand in Hand. Foto: Michael Stabentheiner

Das enge Band zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Kärntner Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahrzehnte. Die Zukunft hat sich rund um Klagenfurt und Villach angesiedelt und bringt glänzende Aussichten mit sich.

Stuttgart - Kärnten zieht seine Wirtschaftsstärke aus einem über Jahre hinweg fein säuberlich gelegten Fundament. Das österreichische Bundesland setzt vor allem auf smarte Spezialisierung, bei der es Innovation, Digitalisierung und nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten fördert. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erweist sich dabei als Erfolgsrezept. Die Folge: Insbesondere Zukunftsbranchen in Österreichs südlichstem Bundesland boomen.

Innovation und Forschung gehen Hand in Hand

Die modernste Schaltanlagenfertigung Österreichs, 3D-Druck mit bio-basierten Materialien, Grundlagenforschung für autonomes Fahren sowie Internet of Things und die größte Indoor-Drohnenhalle Europas: Innovative Unternehmen und erstklassige Forschung gehen in Kärnten Hand in Hand. Als stärkster Industriezweig im Land gelten Mikroelektronik und Electronic Based Systems (EBS). In der Welt der Sensoren, Halbleiter und Chips ist auch das größte private und forschungsstärkste Unternehmen am Hochtechnologiestandort zu Hause, die Infineon Technologies Austria AG.

Nicht nur die Infineon Technologies Austria AG treibt von Kärnten aus Innovationen für morgen voran. Mit internationalen Konzernen wie Intel, flex, CISC Semiconductor oder Lam Research und heimischen Unternehmen wie Ortner Reinraumtechnik, Augmensys, PMS Elektro- und Automationstechnik oder Wild Hi-Precision zählt Kärnten zu den europäischen Hotspots der Mikroelektronik-Industrie. Insgesamt 277 Betriebe in Kärnten forschen und arbeiten im Bereich Mikroelektronik und Electronic Based Systems (EBS), Tendenz steigend.

Hightech-Hotspot Kärnten kein Zufall

Sie legen damit die Grundlagen für moderne Anwendungen wie automatisiertes Fahren, Internet of Things, Industrie 4.0 oder Smart Energy. Dieser Erfolg kommt aber nicht von allein: Über die Jahre hinweg sind in Kärnten starke Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gewachsen. Nur wenn Forschung und Anwendung Hand in Hand gehen, können sich Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte verwandeln. Schaut man sich die Forschungslandschaft in Kärnten genauer an, wird klar: Sie zeichnet sich durch ein Spitzenniveau aus.

Vor allem aber ist sie ganz nah dran an den Unternehmen. Hochschulen, außeruniversitäre Institutionen und Unternehmen sind in einem Netzwerk verbunden, tauschen sich aus und entwickeln gemeinsam Projekte. Wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftlicher Nutzen sind also eng verknüpft. Egal ob internationaler Großkonzern wie Infineon oder KMU: Jedes Unternehmen kann sich einbringen, neue Perspektiven entwickeln und seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich stärken. Über das ganze Bundesland spannt sich ein Netzwerk, das zukunftsweisende Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Entwicklungen auf internationalem Niveau betreibt.

Kärnten - die neue Bildungsregion

Exzellente Forschung allein reicht aber nicht. Unternehmen wie Infineon & Co. brauchen hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Ein Blick auf die Bildungslandschaft zeigt, dass sich das starke Mikroelektronik-Cluster auch auf die Bildung in der Region auswirkt. Die Bildungsinstitutionen und Ausbildungseinrichtungen richten ihren Fokus mit zukunftsorientierten Bildungsangeboten klar auf den Technologiestandort aus. Vom Kindergarten bis zu Ausbildung und Universität – für hervorragend qualifizierte Fachkräfte heute und morgen.