Erneut haben es Äffle und Pferdle (hier bei der Finalparty 2017) in die Top Ten der SWR-1-Hitparade geschafft. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Schwäbisch bleibt weit oben: In der Hitparade von SWR 1 sind Äffle & Pferdle am Freitagabend auf Platz sechs „geländet“. Der beste deutsche Titel in The Länd, wie Baden-Württemberg nun heißen soll, bleibt also ein Schwabenhit. Abba sorgt für Überraschung.

Stuttgart - Die Finalparty in der Schleyerhalle musste am Freitagabend erneut ausfallen – beim Countdown der SWR-1-Hitparade aber hat sich wenig verändert. Zum vierten Mal in Folge siegte bei der Mammutsendung, die an fünf Tagen und vier Nächten nonstop gespielt worden ist, „Bohemian Rhapsody“ vor „Stairway to Heaven“.

Abba schafft den höchsten Neueinstieg

Damit behält Queen die Krone auf. Led Zeppelin, die Band, die seit 1989 schon 16-mal gesiegt hat, ist klarer Zweiter 2021 – vor Deep Purple mit „Child in Time“. Platz vier ging an Disturbed mit „The Sound of Silence“, Platz fünf an Metallica mit „Nothing else matters“. Der beste deutschsprachige Titel ist eine Schwabenhit in The Länd! Äffle & Pferlde kamen mit dem „Hafer – und Bananenblues“ auf Platz sechs (im Vorjahr noch Platz fünf). Bemerkenswert: Abba schaffte den höchsten Neueinstieg – mit „Don’t shut me down“ gelang der Sprung auf Platz neun. Die Ostberliner Band City belegte „Am Fenster“den achten Platz (Vorjahr Platz neun). Schwäbisch sind Top! „Mir im Süden“ von Die Füenf liegt auf Platz 13 – und damit vor dem „Wellerman“ (Platz 18).

1058 Songs haben es in die Hitparade geschafft

SWR-1-Hitparade ist, wenn das „Badener-Lied“ vom Monatara-Chor (Platz 15) auf „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern (Platz 14) trifft. Das Formatradio, von Programmberatern als Quotenbringer angepriesen, hat ausgedudelt und muss eine Woche lang Platz machen für eine akustische Wundertüte. So sehr die Wundertüte auf unteren Plätzen mit einem Durcheinander erfreut, so wenig überraschend ist das Finale. Die Hörerschaft liebt die Beständigkeit und holt sich mit Musik, die im Radio selten läuft, ein bisschen die Jugend zurück.

In diesem Jahr hatten es 1058 Songs in die Hitparade geschafft. Wer diese nachhören will: In der SWR1 App steht die diesjährige Hitparade als Playlist bereit. 1989 waren es nur zwei Moderatoren, die rund um die Uhr die Mammutsendung präsentiert haben. Inzwischen sind es acht – arbeitnehmerfreundlich. Bei den Stimmen ist es wie bei den Titeln: Bei den einen hört man gern hin, bei anderen macht man lieber das Radio leis’.

Bisher lag „Stairway to Heaven“ von Led Zeppelin 16-mal ganz vorne (1989, 1994, 1999, 2003, 2004 bei den Männern, 2005, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2014, 2015, 2016 und 2017), „Bohemian Rhapsody“ von Queen schaffte es sechsmal auf den Thron (2006 bei der Interpreten-Hitparade, 2013, 2018, 2019, 2020 und 2021). In der neuen Ausgabe kam erneut der 1991 verstorbene Freddie Mercury mit seiner Band aufs oberste Treppchen – mit der 1975 veröffentlichten Rhapsodie, die zwischen Rock und Oper in ihrer ergreifenden Vielfalt für Gänsehaut sorgt.