Philipp Gutsche bleibt über diese Verbandsliga-Saison hinaus beim SV Fellbach. Foto: Archiv

Die Verbandsliga-Fußballer um den Cheftrainer Ioannis Tsapakidis können sich vielleicht schon mit einem Heimsieg an diesem Samstag, 15.30 Uhr, gegen den TSV Essingen aller Abstiegssorgen entledigen.

Wie sehr beim SV Fellbach gerade alles nach Wunsch verläuft auf dem Grün, lässt sich gut an der Abwehrformation erkennen, mit der an diesem Samstag zu rechnen sein wird. Sie wird aller Voraussicht nach genau so aussehen wie in den vergangenen Wochen. Mit Charalambos Parharidis und Matteo Binner in der Innenverteidigung, die an dieser Stelle mal Aushilfskräfte waren und jetzt zentral in der Defensive nicht mehr wegzudenken sind. Da spielt es zunächst keine große Rolle, dass Mika Müller seine lange Sperre hinter sich hat. Jener Mika Müller, der nach dem immer noch gesperrten Ibrahim Njie in der Abwehrmitte an sich die höchste Qualität im Team verkörpert. Doch Mika Müller muss sich in der Verbandsliga gedulden. Charalambos Parharidis und Matteo Binner, die großen Anteil an den starken Fellbacher Auftritten der vergangenen Wochen hatten, werden nach allem, was man weiß, auch an diesem Samstag, 15.30 Uhr, gegen die Fußballer des TSV Essingen verteidigen. Ioannis Tsapakidis, der Cheftrainer, hat hier keinen und ganz generell wenig Grund für Veränderungen.

 

Ioannis Tsapakidis hat ganz generell wenig Grund für Veränderungen

Aus der Stammformation der vergangenen Wochen ist gegen den TSV Essingen nach Lage der Dinge allein Marvin Zimmermann nicht im Aufgebot. Der 23-Jährige will an diesem Samstag beim deutschen Pokalfinale in Berlin mitfiebern. Nico und Keven Schlotterbeck sind seine Cousins; Marvin Zimmermann möchte daher den Profis des SC Freiburg gegen RB Leipzig alle Daumen drücken. Für ihn rückt wohl Ali Ferati in die Startelf des SV Fellbach. Und Leon Braun soll weiter nach vorn rücken: aus dem Mittelfeld in die Offensive, was den Gästen durchaus Sorge bereiten darf. Im Hinspiel Anfang November hatten die Fellbacher dem damaligen Titelaspiranten TSV Essingen eine 2:3-Heimniederlage aufgedrängt – mit zwei Toren eines herausragenden Angreifers namens Leon Braun. „Das war ein Superspiel“, sagt Ioannis Tsapakidis. Gern ruft er die Erinnerungen daran wach. Wie die Erinnerungen an die vergangenen Begegnungen. „Wenn wir so spielen wie zuletzt beim Heimsieg gegen den TSV Berg, dann werden wir auch gegen den TSV Essingen gewinnen.“

Ein weiterer Fellbacher Sieg könnte jedwede Abstiegsgedanken vertreiben

Ein weiterer Sieg, es wäre der 15. in dieser Saison, könnte den Tabellenachten bereits von jedweden Abstiegsgedanken befreien. Das muss man konkret nach diesem 35. Spieltag sehen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass der Fellbacher Verbund, in der Rückrunde bis dahin sechstbestes Team im Klassement, schon am Wochenende von sieben, acht Mannschaften in der Verbandsliga nicht mehr eingeholt werden kann.

So lassen sich die Zukunftsplanungen der neuen Sportlichen Leitung – Frank Weinle, Markus Weiß und Timo Bernhard – tatsächlich schon ein Stück vor dem Saisonschluss am 11. Juni zielstrebiger vorantreiben. Fakt ist zum Beispiel, dass der Schlussmann Philipp Gutsche auch in der nächsten Runde für den SVF nach Bällen greifen wird. „Philipp ist mit seinen 25 Jahren ein Führungsspieler auf und neben dem Platz“, sagt der neue Cheftrainer Mario Marinic: „Seine Fähigkeiten sind unbestritten. Ich sehe aber auch bei ihm noch Entwicklungspotenzial und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Philipp.“ Zumal ja auch der Tormann mit der Nummer 1, zuletzt bei drei Gelegenheiten in der Verbandsliga nur zweimal bezwungen, einer ist, der gerade dazu beiträgt, dass bei den Fußballern um den scheidenden Sportlichen Leiter und Trainer Ioannis Tsapakidis alles nach Wunsch verläuft auf dem Grün. SV Fellbach: Gutsche – Jäkel, Binner, Parharidis, Koroll, Hofmeister, Miller, Ferati, Perhanidis (Arslan), Domic, Braun.