Dickes Ding: die „Sailing Yacht A“. Foto: dpa

Jeden Tag erreichen uns tausende von Agenturfotos. Eines davon ist unser Bild des Tages. Heute: Die größte Segelyacht der Welt.

Stuttgart - Im Zeitalter des ökosozialen Postmaterialismus hat man es als Milliardär auch nicht mehr so leicht. Eine Motoryacht ist manchen Superreichen mittlerweile eher peinlich. Kein Problem, wo es doch saubere Alternativen gibt. Zum Beispiel die „Sailing Yacht A“, die derzeit in der Kieler Werft German Naval Yards den letzten Schliff bekommt. Sie ist mit 143 Metern Länge und 25 Metern Breite die größte Vertreterin ihrer Art. Die Segelfläche entspricht etwa einem halben Fußballplatz. Gebaut wird der Kahn, der bald mit der Kraft des Windes über die Meere gleiten wird, für den russischen Milliardär Andrej Melnitschko. Der Preis für das von Philippe Starck designte Wassergefährt: schlappe 200 Millionen Euro. Wie der Deutsche Boots- und Schiffsbauerverband mitteilt, werden auch Superschiffe immer umweltfreundlicher. So produzierten Sie ihren eigenen Strom und ihr eigenes Süßwasser. „So eine Yacht muss man sich vorstellen wie eine Kleinstadt, in die man oben Diesel reinkippt“, sagt der Verbandsgeschäftsführer. Diesel? Haben wir da was übersehen? Ach ja, den kleinen Notmotor für längere Flauten mit knapp 10 000 PS. Aber der läuft garantiert mit Biodiesel.

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