Logo von IBM an einem Eingang zu den Highlight Towers in München. Foto: dpa

IBM will Quantencomputer erstmals für Wirtschaft und Wissenschaft verfügbar machen. Der „IBM Q“ soll Probleme lösen helfen, die für heutige Computersysteme zu komplex sind.

Ehningen - Der Technologiekonzern IBM will Quantencomputer angeblich erstmals für Wirtschaft und Wissenschaft verfügbar machen. Der „IBM Q“ und seine Dienstleistungen sollen über das Internet verfügbar sein und Probleme lösen helfen, die für heutige Computersysteme zu komplex sind. Das kündigte IBM am Montag in einer Pressemitteilung an. Quantencomputer sind ­Computer, die nicht nach den Gesetzen der ­Informatik arbeiten, sondern auf denen der Quantenmechanik basieren. Damit sollen sie bestimmte Berechnungen vornehmen können, die unter anderem bis um das Millionenfache schneller sind als bei herkömmlichen Computern.

„Quantencomputer haben das Potenzial, branchenübergreifend eine neue Ära der Innovation einzuleiten“, sagte Arvind Krishna, Direktor von IBM Research. Ihr Einsatz könnte zur Entdeckung neuer Medikamente und Materialien führen und unter anderem die Logistik und das Finanzwesen rasant verändern, teilte IBM mit. Auch bei der künstlichen Intelligenz und der Sicherheit im Internet könnten Quantencomputer zum Einsatz kommen.

Bisher werden Quantencomputer nur in speziellen Fällen erprobt. So forscht das Militär daran, mit ihnen die gängigen Verschlüsselungstechnologien auszuhebeln. IBM will Quantencomputer angeblich erstmals universal einsetzbar machen und dafür Programmierschnittstellen zur Verfügung ­stellen. Wann die Quantencomputer tatsächlich kommerziell nutzbar sein sollen, teilte IBM nicht mit. Außer IBM forschen auch Google und Universitäten an der neuen Technologie.

  
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