Joe Biden hat in den Südstaaten und im Mittleren Westen die Nase vorne. Foto: AFP/MARIO TAMA

Bernie Sanders hat sich beim „Super Tuesday“ den Sieg im bevölkerungsreichsten Staat Kalifornien gesichert. Ex-Vizepräsident Biden räumte jedoch in vielen anderen Staaten ab.

Washington - Der frühere Vizepräsident Joe Biden hat bei den Vorwahlen der US-Demokraten in den Südstaaten und im Mittleren Westen abgeräumt. Er gewann am „Super Tuesday“ in Virginia, North Carolina, Alabama, Oklahoma, Tennessee, Minnesota, Arkansas und Massachusetts. Später am Morgen wurde ebenso sein Sieg im nach Delegiertenstimmen zweitwichtigsten Staat Texas bekannt. Sein Rivale, Senator Bernie Sanders, gewann erwartungsgemäß in seinem Heimatstaat Vermont, außerdem gewann er in Colorado und Utah sowie im bevölkerungsreichen Kalifornien.

Besonders bitter war Bidens Sieg in Massachusetts für Elizabeth Warren. Die Senatorin konnte sich dort nicht gegen Biden durchsetzen und landete in ihrem Heimatstaat bloß auf dem dritten Platz. Auch in anderen Staaten schnitt sie beim „Super Tuesday“ schwach ab, bei dem in 14 Staaten über den Kandidaten oder die Kandidatin der Demokraten für die Präsidentschaftswahl abgestimmt wurde. Warren schien jedoch zunächst nicht aus dem Rennen aussteigen zu wollen. Bei einer Veranstaltung in Detroit stellte sie sich vor als „die Frau, die Donald Trump schlagen wird“. „Man bekommt nicht, wofür man nicht kämpft. Ich bin in diesem Kampf“, sagte sie.

Viele Schwarze unterstützen Biden

Die Siege Bidens in den von afroamerikanischer Bevölkerung geprägten Staaten war nach seinem Sieg in South Carolina vergangene Woche keine große Überraschung. Bidens Nominierung wird von vielen Schwarzen unterstützt. Virginia war jedoch besonders wichtig, weil es ein Staat ist, in dem der frühere Bürgermeister von New York Michael Bloomberg und Sanders ebenfalls massiv für sich warben und ihnen gute Aussichten zugeschrieben wurden.

Bloomberg gewann im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa fünf der sechs zu vergebenen Delegierten. Die andere Delegiertenstimme ging an die hawaiianische Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard, die ebenfalls noch im Rennen ist.

Die bisherigen Ergebnisse des „Super Tuesday“ erhöhten auch den Druck auf Bloomberg und Gabbard, ihre Bewerbung um die Kandidatur der Demokraten zu überdenken. Nach derzeitigem Zwischenstand zeichnet sich ein Rennen zweier weißer Männer über 70 Jahren ab - eine dramatische Entwicklung für ein Bewerberfeld, das zu Beginn wegen vieler Frauen und People of Color gepriesen wurde.

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