Ein Elefant hat offenbar einen Wilderer im Krüger-Nationalpark in Südafrika getötet. Foto: dpa

Ein Elefant tötet laut Polizei im Krüger-Nationalpark in Südafrika einen Wilderer auf Nashornjagd. Ranger finden nur noch einen Schädel und eine Hose – weil vermutlich Löwen die Überreste gefressen haben.

Stuttgart - Die Jagd nach Tiertrophäen im Krüger-Nationalpark endete für einen Wilderer tödlich: Nach Angaben der südafrikanischen Polizei hat ein Elefant den Mann bei der Jagd auf Nashörner überrascht und bei einem Angriff getötet.

Dem Polizeibericht zufolge ereignete sich der Vorfall bereits am 1. April. Der getötete Wilderer war demnach mit drei Komplizen unerlaubt in dem Park unterwegs.

Die Männer schleppten laut Bericht den Leichnam nach dem Angriff auf eine Straße, damit er am folgenden Morgen gefunden würde. Außerhalb des Parks sollen die drei Männer schließlich Angehörige des toten Wilderers informiert haben. Ein Suchtrupp der Polizei fand nur noch Kleiderfetzen und den Schädel des Wilderers in dem angegebenen Gebiet.

Ein Sprecher des Parks geht davon aus, dass der Körper aufgefressen worden ist. Gegenüber der Zeitung „Sunday Times“ sagte er: „Spuren, die wir am Fundort entdeckt haben, deuten darauf hin, dass ein Löwenrudel die menschlichen Überreste verschlungen und nur den Schädel und eine Hose zurückgelassen hat.“

Polizei nimmt Verdächtige fest

Die Polizei hat nach eigenen Angaben drei Tatverdächtige festgenommen, die zusammen mit dem Wilderer in dem Park unterwegs gewesen sein sollen. Die Männer sollen zwischen 26 und 35 Jahre alt sein. Bei den Ermittlungen beschlagnahmten die Beamten zwei Jagdgewehren und Munition des Kalibers 375.

Am Freitag werden die Männer einem Richter vorgeführt. Bis dahin bleiben die Verdächtigen in Haft. Ihnen wird unerlaubter Waffenbesitz, Verabredung zur Wilderei und unerlaubtes Betreten des Parks vorgeworfen.

Parkmanager Glenn Phillips sprach gegenüber der „Sunday Times“ den Angehörigen sein Beileid aus, warnte aber auch vor Risiken. „Den Krüger-Nationalpark unerlaubt und zu Fuß zu betreten ist unvernünftig, es gibt sehr viele Gefahren, wie dieser Vorfall gezeigt hat.“ Es sei sehr traurig, dass die Töchter um ihren Vater trauern müssen..

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