Trotz Hitze sind die Feuerwehren hierzulande recht entspannt. Eine Meldung, dass Hubschrauber auf den Fildern Brandherde suchten, hat sich als Ente herausgestellt.
Die Hitze bleibt dem Großraum Stuttgart noch bis Freitag erhalten. Erst am Wochenende soll laut Wettervorhersage die Abkühlung kommen – mit einer gehörigen Regendusche. Das heißt: Am Samstag sinkt auch die Gefahr von Bränden in den Wäldern der Region Stuttgart rapide. Der Deutsche Wetterdienst hat online den Waldbrandgefahrenindex für diverse Stationen bundesweit hinterlegt. Demnach liegt die Waldbrandgefahr auf dem Schnarrenberg in Stuttgart am Donnerstag bei Stufe drei von fünf – das entspricht einer mittleren Gefahr – , am Freitag sinkt sie auf zwei, ab Samstag liegt sie dann bei eins, also bei einer sehr geringen Gefahr. Am Flughafen wiederum bleibt die Gefahr bis einschließlich Freitag bei drei, also mittelhoch.
Regional gibt es rund um die Landeshauptstadt herum Unterschiede. Die Messstation in Metzingen etwa gibt bis einschließlich Freitag eine hohe Waldbrandgefahr aus; Stufe vier. In Summe sieht es hierzulande allerdings moderat aus. Entsprechend entspannt sind die Feuerwehren. Daniel Anand, der Sprecher der Stuttgarter Brandbekämpfer, kann von keinen größeren Einsätzen in der jüngeren Vergangenheit berichten. Allenfalls Hecken oder Grünstreifen habe man in der Stadt löschen müssen. Kein Wunder, denn der für die Feuerwehren zweite relevante Faktor, der Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes, der anzeigt, wie hoch die Gefahr ist, dass sich etwa ein freies Feld entzündet, liegt landesweit aktuell überwiegend bei der Stufe vier von fünf. Förderlich ist laut Experten, dass es hierzulande Mischwälder gibt. Die seien weniger brandanfällig als reine Nadelwälder. Als Ente herausgestellt hat sich zudem ein Facebook-Beitrag, wonach im Großraum Leinfelden-Echterdingen Hubschrauber zur Unterstützung der Feuerwehren Waldgebiete abfliegen, um mit der Wärmebildkamera nach möglichen Brandherden zu suchen. „Mir wäre das nicht bewusst“, sagt Carsten Ruick, ein Sprecher der Feuerwehr in Leinfelden-Echterdingen. Zuletzt habe es keine größeren Einsätze im Stadtgebiet gegeben. Auch Andreas Nitsch, Feuerwehr-Landkreis-Sprecher in Esslingen, kann nicht von Einsatzhäufungen oder Helikopter-Erkundungen berichten. Präventive Befliegungen gibt es laut Daniel Anand in Stuttgart ebenfalls nicht.
Trotz der verhältnismäßig entspannten Lage: Daniel Anand betont, die Bürgerschaft solle vorsichtig und aufmerksam bleiben. Das heißt: nur ausgewiesene Grillstellen nutzen, das Rauchverbot im Wald beachten, keine glühenden Kippen wegwerfen, bei Rauchsichtungen die 112 wählen. Oder wie er es formuliert: „Den gesunden Menschenverstand walten lassen in der Vegetation.“