Geschäftsführerin Sabine Kraft (links) hat Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg zur neuen Botschafterin des Bundesverbandes Kinderhospiz ernannt. Foto: Bundesverband Kinderhospiz

Ein „großes Privileg“ ist es für sie, Träume von kranken Kindern zu erfüllen. Die Stuttgarter Betriebswirtin Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg ist jetzt zur Botschafterin des Bundesverbandes Kinderhospiz ernannt worden.

Stuttgart - Als persönliches „Glück“ sieht sie ihr neues Ehrenamt. Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg ist jetzt zur Botschafterin des Bundesverbandes Kinderhospiz ernannt worden und freut sich über das „große Privileg“, Träume von kranken Kinder und deren Familien zu erfüllen. „Wir stellen bei unserer Arbeit das Leben in den Vordergrund, nicht den Tod“, hat die Diplom-Betriebswirtin, die seit vielen Jahren Vorsitzende des Stuttgarter Vereins Kinderglückswerk ist, unserer Zeitung gesagt.

Der Bundesverband Kinderhospiz mit Sitz in Lenzkirch im Schwarzwald ist ein hochgelobtes Netzwerk von Betroffenen, Hospizen und anderen Hilfseinrichtungen sowie Anlaufstelle für Kostenträger. Das Sorgen- und Infotelefon des Verbandes heißt „Oscar“ und hilft unter Telefon 0800/ 88 88 47 11 anonym und kostenlos. 40 000 lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche gibt es in Deutschland, schätzt Verbandsgeschäftsführerin Sabine Kraft. Etwa 5000 würden Jahr für Jahr sterben. In bundesweit 17 stationären Kinderhospizen werden sie betreut, unter anderem in Stuttgart. „Für unser sensibles Thema ist es sehr wichtig, Fürsprecher zu finden, die uns helfen, auf die Kinderhospizarbeit aufmerksam zu machen“, sagte Sabine Kraft bei der Ernennung der Stuttgarterin zur neuen Botschafterin.

Kinder wollen oft wissen, ob sie eine „echte Prinzessin“ ist

Wie hält man die Arbeit für ganz junge Menschen aus, die unheilbar krank sind? „Die Arbeit lehrt mich, dankbar für jeden Augenblick zu sein und zu versuchen, aus jedem Tag das Beste zu machen“, antwortet Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Kinder wollen häufig von ihr wissen, ob sie eine „echte Prinzessin“ ist. Durch Heirat mit Franz Prinz von Sachsen-Altenburg ist sie Frau Prinzessin geworden. Prinzessin ist seit über 100 Jahren nur noch ein Bestandteil des Namens, erfahren die Kinder.

Wenn es kleinen Mädchen gut geht und sie ihre Krankheit vergessen können, fühlen sie sich vielleicht wie eine Prinzessin. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement will die neue Botschafterin des Kinderhospiz-Bundesverbandes den Betroffenen „so viel Normalität wie möglich“ bieten. „Niemand darf allein gelassen werden“, sagt die Stuttgarterin. Das Thema Krankheit und Tod sei für viele immer noch ein Tabu. „Wir wollen die kranken Kinder und ihre Familien in die gesellschaftliche Mitte zurückholen“, betont sie.

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