Stuttgarter Weindorf Kellner-Duo bietet Verlässlichkeit im Doppelpack

Von Heidemarie A. Hechtel 

Nicht nur Wirte können mit einer langen Lauben-Vergangenheit aufwarten, auch die Kellner Dietmar Seybold und Uli Preu sind seit fast 20 Jahren dabei.

Die beiden Kellner Dietmar Seybold (links) und Uli Preu in der Laube von Helli Schmieg. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Sie tauchen nur im Doppelpack auf, sind immer gut drauf, verlässlich, perfekt, auch charmant und für die Gäste Segen und Vergnügen: Dietmar Seybold (55) und Uli Preu (55), seit dem Jahr 2000 die unverzichtbaren Stützen im Service der Laube Zur Weindorfwirtin von Helli Schmieg. „Die g’höret zum Inventar wie die Balken der Laube“, nickt ihre Chefin, der sie auf dem Schillerplatz unverbrüchlich die Treue halten. Genau wie früher auf dem Stuttgarter Sommerfest, ehe sich Schmiegs zurückgezogen haben.

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Kein Problem für Dietmar und Uli, die ebenfalls seit 19 Jahren im Sommer zum Teehaus im Weißenburger Park gehören wie die Kuppel des Pavillons. Und wenn das Weindorf zu Ende ist, können sich die beiden gerade mal knapp drei Wochen von 15-Stunden-Tagen mit hoher Laufleistung erholen und neue Kräfte schöpfen, um dann am Volksfest im Hofbräu-Zelt von Hans-Peter Grandl wieder aufzulaufen. Zum verschärften Dienst des Maßkrugstemmens.

Fast wie ein altes Ehepaar

Natürlich wieder im Doppelpack. Fast wie ein altes Ehepaar. Wie kommt das eigentlich? „Weil wir uns seit der ersten Klasse in der Martin-Luther-Schule in Bad Cannstatt kennen“, verrät Dietmar Seybold. Uli Preu stammt aus einer Gastronomenfamilie und bediente als Kind schon VfB-Kicker im elterlichen Lokal Rot-Weiß-Stuttgart, ehe es ihn nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann doch wieder zum Dienst an den Gästen zog.

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Freund Dietmar machte irgendwann das Versicherungsgeschäft keine Freude mehr und beschloss nach einer Weltreise, was Neues zu machen. So wurde eine Partnerschaft draus. Rein beruflich, um das gleich zu sagen. Denn Dietmar verbringt den Winter immer noch auf Weltreisen und Uli verwöhnt die Wintersportgäste im österreichischen Gaschurn.

Aber nichts und niemand könnte beide vom Weindorf abhalten: „Wir haben hier die besten Gäste“, schwärmt Seybold. So großzügig, dass auch die nächste Reise in die Karibik gesichert ist.