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Im Wahlkampf-Endspurt für die Stuttgarter OB-Wahl bekommt Sebastian Turner Unterstützung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Stuttgart - Im Wahlkampf-Endspurt für die Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl bekommt Kandidat Sebastian Turner (parteilos) Unterstützung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). „Ich kenne ihn als einen tüchtigen Unternehmer und ich weiß, dass er von Herzen Stuttgarter ist“, sagte Schäuble am Mittwoch. „Ich glaube, dass er der Stadt sehr gut tun würde.“ Schäuble war anlässlich des Tags der Deutschen Einheit zu einer Feierstunde nach Stuttgart gekommen.

Der Unternehmer Turner gehört keiner Partei an, wird aber im Wahlkampf von CDU, FDP und Freien Wählern unterstützt. Turner kündigte an, sich im Falle seiner Wahl besonders der Bildungspolitik widmen zu wollen.

„Wenn Deutschland die Bildungsrepublik werden will, dann brauchen wir dafür auch eine Hauptstadt“, sagte Turner. „Mein Ziel als Oberbürgermeister von Stuttgart ist: Diese deutsche Bildungshauptstadt wird Stuttgart.“ Das sei wichtiger, als die Frage, ob ein Bahnhof längs oder quer in ein Tal eingebaut werde, sagte Turner mit Blick auf das umstrittene Bauprojekt Stuttgart 21.

Fällt am Sonntag (7. Oktober) im ersten Wahlgang keine Entscheidung, kann Turner mit weiterer prominenter Unterstützung aus Berlin rechnen: Dann will am 12. Oktober, neun Tage vor dem zweiten Wahlgang, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Werbe-Profi unter die Arme greifen. Turners größter Konkurrent im Rennen um den OB-Sessel ist laut Umfragen Grünen-Kandidat Fritz Kuhn. Chancen auf das Amt rechnen sich auch SPD-Kandidatin Bettina Wilhelm und Stuttgart-21-Gegner Hannes Rockenbauch aus.

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