Am 7. Oktober wählen die Stuttgarter einen neues Stadtoberhaupt. Foto: Leif Piechowski

Am Ende treten vielleicht annähernd 38 Kandidaten wie im Jahr 1996 gegeneinander an.

Stuttgart - Die Stuttgarter OB-Wahl am 7. Oktober reizt immer mehr Kandidaten. Statt bisher sieben Personen haben jetzt insgesamt zwölf ihren Hut ins Feld geworfen. So viele Unterlagen sind am ersten Wochenende nach Beginn der offiziellen Bewerbungsfrist eingegangen. Unter den Absendern sind Aspiranten, die vor Monaten ihre Kandidatur angekündigt hatten wie die parteilosen Sebastian Turner und Barbara Wilhelm, die das bürgerliche Lager und das sozialdemokratische Lager vertreten, sowie Fritz Kuhn (Grüne). Mindestens fünf Namen sind aber auch neu.

Um wen es sich dabei handelt, will das Statistische Amt der Stadt, das als Wahlamt fungiert, vorläufig nicht mitteilen. „Alle haben eine Woche Bedenkzeit, um zu entscheiden, ob sie ihren Namen vor dem 11. September öffentlich nennen lassen wollen“, sagte Amtsleiter Thomas Schwarz. Am 11. September soll der Gemeindewahlausschuss entscheiden, welche der Bewerbungen berücksichtigt werden können. Danach wird ausgelost, in welcher Reihenfolge die Namen auf den Stimmzettel kommen. „Natürlich hätte man das gern, es hat schon was, oben zu stehen“, heißt es beim Wahlkampfteam Fritz Kuhns, der seine Bewerbung am Sonntag um 14.30 Uhr abgab – wie Bettina Wilhelm sieben Stunden zuvor. Die nach dem ersten Wochenende in der Zeit bis 10. September um 18 Uhr eingehenden Bewerbungen kommen in der Reihenfolge ihres Eingangs auf den Stimmzettel. Voraussetzung dafür ist immer, dass die Bewerbungen zulässig sind. Spätestens bis 10. September müssen alle ihre formale Wählbarkeit (Mindestalter 25 Jahre, Höchstalter 65 Jahre) und je 250 Unterschriften von Unterstützern nachweisen.

Die bisher zwölf Bewerbungen deuten nach Einschätzung von Schwarz darauf hin, dass 2012 die zweithöchste Kandidatenzahl bei einer Stuttgarter OB-Wahl nach 1996 erreicht werden könnte, als letztlich 38 Kandidaten antraten. Über die zwölf Einsendungen hinaus seien bereits weitere Bewerbungen angekündigt.

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