Mehr Bäume könnten dem Stuttgarter Marktplatz angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Hitzeperioden nicht schaden, meint auch der Schwäbische Heimatbund. Foto:  

In der Diskussion um eine Begrünung des Stuttgarter Marktplatzes appelliert der Schwäbische Heimatbund an OB Fritz Kuhn (Grüne), die Pläne für die Neugestaltung des Platzes zu überdenken – und präsentiert konkrete Standorte für die Bäume.

Stuttgart - Die Stadtgruppe des Schwäbischen Heimatbundes plädiert vehement für Baumpflanzungen bei der geplanten Neugestaltung des Stuttgarter Marktplatzes. In einem Brief an Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) heißt es: „Zeigen Sie, dass Sie weiterhin zu den wenigen Politikern gehören, die ihre eigene Position kritisch hinterfragen können und bereit sind, ihre Meinung zu ändern.“

Der Platz vor dem Rathaus soll für rund elf Millionen Euro mit einem neuen Pflaster und neuer elektrischer Infrastruktur im Untergrund versehen werden. Vorgesehen ist auch ein Wasserspiel an der nordöstlichen Ecke des Marktplatzes und die Sanierung und Anhebung des denkmalgeschützten Marktplatzbrunnens.

Bäume sind in den Plänen nicht vorgesehen

Wie kürzlich berichtet, hatten Stadtklimatologen im städtischen Amt für Umweltschutz schon vor zwei Jahren errechnet, dass mit Bäumen im nördlichen Bereich des Platzes die gefühlten Temperaturen an dieser Stelle an heißen Sommertagen um etwa zehn Grad reduziert werden könnten. Der Vorschlag fand allerdings in die aktuellen Planungen keinen Eingang. Der Schwäbische Heimatbund legt in seinem Brief an den OB einen präzisen Standortvorschlag auf den Tisch: Der Effekt für das Stadtklima sei dann am größten, wenn in der nordnordwestlichen Ecke zwischen Schulstraße, Kirchstraße und Bärenstraße/Münzstraße Bäume gepflanzt würden.

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