Paco Vaz: „Wenn ein neuer Spieler kommt, muss er für die Kickers durchs Feuer gehen.“ Foto: Baumann

Trainer Paco Vaz plant gemeinsam mit Sportdirektor Martin Braun bereits eifrig für das Jahr 2018. Die eine oder andere Veränderung im Kader dürfte es beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers geben.

Stuttgart - Mit dem 2:2 (1:0) gegen Eintracht Stadtallendorf geht Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers in die Winterpause. Trainer Paco Vaz wird bleiben, in den Kader dürfte Bewegung kommen.

Spiel: Lange Zeit ging der Kickers-Plan vor den 2280 Zuschauern im Gazistadion auf. Sie überließen dem spielstarken Aufsteiger größtenteils den Ball und setzten auf ihr schnelles Umschaltspiel. Jesse Weißefels (32./achtes Saisontor), der später seine fünfte Gelbe Karte sah, und ein Eigentor (46.) brachten die Blauen mit 2:0 in Führung. Doch wieder einmal gelang es nicht, den Vorsprung zu halten. Del Angelo Williams (62., Elfmeter) und Laurin Vogt (70.) trafen. Aufsichtsratschef Christian Dinkelacker strich das Positive heraus: „Vor drei Monaten hätten wir so ein Spiel noch verloren.“

Trainer: Auch wenn die nackten Zahlen in den Punktspielen (zwei Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen) nicht überragend sind, seit Paco Vaz das Sagen hat, ist ein Aufwärtstrend erkennbar. Spordirektor Martin Braun will unbedingt mit dem Trainer weitermachen – und das Vorhaben wird auch gelingen. Dass der Vertrag noch nicht unterschrieben ist, liegt daran, dass Vaz noch allerletzte Details mit seinem Arbeitgeber klären muss. Der gelernte Maschinenbautechniker arbeitete in Teilzeit (55 Prozent) als Mustermacher bei der Firma ElringKlinger in Dettingen/Erms. Nach seiner Beförderung zum Interims-Cheftrainer blieb er bei dem Unternehmen angestellt, ließ sich aber freistellen. Diesen Status möchte er im schnelllebigen Fußballgeschäft aufrechterhalten. Und es sieht gut aus: „Hellgrünes Licht habe ich schon erhalten, demnächst rechne ich mit dunkelgrünem“, sagt Vaz. Sein Assistent bleibt Yannick Dreyer. Mit den Kickers noch klären muss Vaz, ob er sich im Juni für den DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgang bewirbt. Er hat die Eignungsprüfung schon mal bestanden, damals aber keinen freien Platz bekommen.

Kader: Braun hat längst ausgemacht, woran am meisten klemmt. „Wir brauchen mehr Souveränität, Stabilität und körperliche Präsenz auf dem Platz“, betont der Sportdirektor. Ex-Kickers-Spieler wie Klaus Gjasula, Marc Stein, Nick Fennell, der Freiburger Regionalligaspieler Ivica Banovic oder auch Tobias Feisthammel (VfB II) sind solche Spieler mit Führungsqualitäten, die dem Anforderungsprofil entsprechen. Doch eine Verpflichtung ist derzeit wenig realistisch. Große Hoffnungen setzen die Blauen 2018 auf die Rückkehr des erfahrenen Torjägers Mijo Tunjic. Für Vaz steht fest: „Wenn ein Spieler kommt, muss er für uns durchs Feuer gehen und sich nicht nur ins Schaufenster stellen wollen.“ Auf der anderen Seite gibt es im Kader viele junge Spieler , die derzeit keine Rolle spielen, und aufgrund der Ameldung der zweiten Mannschaft vor Saisonbeginn keinerlei Spielpraxis sammeln können. Manuel Schneck, Daniel Schelhorn, Louis Wiesheu Enis Küley oder auch Roman Kasiar würden deshalb in der Winterpause keine Steine in den Weg gelegt werden, wenn sie einen neuen Verein finden würden.

Start 2018: Trainingsbeginn ist am 3. Januar. Folgende Testspiele sind vereinbart: Beim VfR Aalen (9. Januar), beim FC Schafhausen (13. Januar), beim SSV Reutlingen (24. Januar), gegen Austria Lustenau (30. Januar/Ort noch offen). Am 3. Februar (14 Uhr) geht es in Regionalliga mit dem Nachholspiel bei TuS Koblenz weiter.

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