Chefcoach Ramon Gehrmann (re.), Assistent Yannick Dreyer: Training auf Sparflamme. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Corona bremst die Stuttgarter Kickers weiterhin aus. Anfang der Woche trainierte der Fußball-Oberligist nur mit neun Spielern, die nächsten zwei Punktspiele wurden am Dienstag abgesetzt.

Stuttgart - Die Stuttgarter Kickers haben ihren Sportlichen Leiter Lutz Siebrecht zum Sprachrohr in Sachen Corona auserkoren. Doch auch er äußert sich nicht zur Anzahl und schon gar nicht zu den Namen der Spieler, die aufgrund eines positiven PCR-Tests oder weil sie nicht geimpft sind, derzeit nicht am Training des Fußball-Oberligisten teilnehmen dürfen.

Nach Informationen unserer Redaktion absolvierte die Mannschaft am Montag unter verschärften Hygienebedingungen ein Training mit neun Spielern. Dabei handelte es sich um Niklas Kolbe, Mijo Tunjic, Theo Rieg, Nico Blank, David Braig, Niklas Benkeser, Konrad Riehle, Nick Rudloff und Julian Leist. Am Dienstag nahmen acht Spieler plus zwei Jugendtorhüter an der Übungseinheit teil.

Fünf Spiele Rückstand drohen

Trainer Ramon Gehrmann wollte Zahlen und Namen nicht kommentieren, er sagte nur: „Wir versuchen das beste aus der Situation zu machen, was anderes bleibt uns nicht übrig. Die Spieler, die zu Hause sind, werden in punkto Training und Ernährung von uns unterstützt.“ Wie erwartet wurden am Dienstagnachmittag vom Württembergischen Fußballverband (WFV) die nächsten beiden Spiele der Kickers an diesem Samstag daheim gegen den SV Linx und am 15. September beim 1. FC Rielasingen-Arlen abgesetzt. Damit liegen die Kickers bereits mit fünf Pflichtspielen im Rückstand.

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„Auf uns werden viele englische Wochen zukommen, die Plätze werden nicht besser und manche Vereine haben kein Flutlicht“, gibt Gehrmann zu bedenken. „Die Tabelle wird ein sehr verzerrtes Bild abgeben, aber die Gesundheit geht nun mal vor.“ Der Württembergische Fußballverband (WFV) will in dieser Woche einen Kriterienkatalog erstellen, der für die Absetzung von Spielen herangezogen werden kann. „Die Spielkommission arbeitet daran“, teilte WFV-Pressesprecher Heiner Baumeister auf Nachfrage mit.

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