Wann geht es wieder weiter in der Fußball-Oberliga? Auch Stürmer Cristian Giles von den Stuttgarter Kickers würde das gerne wissen. Foto: Baumann

So viel steht fest: Eine Oberligasaison mit traditioneller Hin- und Rückrunde wird es in diesem Spieljahr nicht geben. Um eine geplante Auf- und Abstiegsrunde durchzuführen, müsste spätestens am 6. März 2021 wieder um Punkte gespielt werden können.

Stuttgart - Es gibt noch viele Fragezeichen, wie es im kommenden Frühjahr in der Fußball-Oberliga weitergehen könnte. Das größte konnte auch bei der Videokonferenz der Oberliga-Spielkommission mit den 21 Vereinen nicht beseitigt werden, da es von der politischen Entscheidung abhängt, wann der Trainingsbetrieb wieder freigegeben wird. Dieses Datum wird entscheidend sein, in welcher Form die aktuelle Oberliga-Runde fortgeführt werden kann.

Klar ist aktuell nur, dass es keine traditionelle Hin- und Rückrunde geben wird – dafür reichen die zur Verfügung stehenden Wochenenden nicht aus. Auf der Videokonferenz wurden deshalb zwei Alternativ-Szenarien präsentiert.

Lesen Sie hier: Fragebogen mit Ramon Gehrmann: „Ich schaue mit Wehmut auf die Proficlubs“

Da die Spielordnung der Oberliga vorgibt, so viele Spiele als möglich in einer Saison zu bestreiten, ist die erste Option, die Vorrunde zu Ende zu spielen und anschließend Meisterschaft (mit zehn Mannschaften) und Abstieg (mit elf Teams) in einer Auf- und Abstiegs-Runde auszuspielen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass spätestens am 6. März 2021 wieder um Punkte gespielt werden kann. Da sich die Mehrzahl der Clubs für eine vierwöchige Vorbereitungszeit ausgesprochen hat, müsste der Trainingsstart spätestens am 8. Februar erfolgen.

Debatte um Vorbereitungszeit

Vereine wie die Stuttgarter Kickers und der 1. Göppinger SV halten auch 14 Tage Vorbereitung für denkbar. „Im Normalfall bin auch ich für eine vier- bis fünfwöchige Vorbereitungszeit, aber wir haben derzeit keinen Normalfall, sondern wir brauchen Kompromissbereitschaft“, sagte Göppingens Trainer Gianni Coveli. „Wenn alle Teams die gleiche Vorbereitungszeit haben, ist das eine faire Lösung, dann wären auch zwei Wochen ausreichend“, ergänzte Lutz Siebrecht, der Sportliche Leiter der Kickers.

Lesen Sie hier: Interview mit Kickers-Aufsichtsrätin Daniela Koch

Sollte der Trainingsstart im Februar mangels Freigabe der Politik nicht möglich sein, bliebe noch das Szenario einer einfachen Hinrunde. Die Absolvierung von mindestens 50 Prozent aller Spiele ist die Voraussetzung, um eine Saison überhaupt werten zu können. Die Wiederaufnahme der einfachen Vorrunde könnte bis spätestens 3. April 2021 erfolgen, um alle Spiele termingerecht durchführen zu können.

Lesen Sie auch: Interview mit Marco Grüttner vom SGV Freiberg

Eine dritte Variante, die keiner der Beteiligten anstrebt, ist eine Annullierung der Spielzeit. Dies wäre der Fall, wenn bis zum Saisonende nicht mindestens die Hälfte aller Begegnungen absolviert sind.

Keine Corona-Schnelltests

Noch eines wurde am Ende der 90-minütigen Konferenz klargestellt. Corona-Schnelltest, wie sie in der Regionalliga Südwest nun verpflichtend sind, sind für die Oberliga nicht vorgesehen.

Lesen Sie auch: FSV 08 Bissingen präsentiert neuen Trainer

Die Spielkommission wird nun einen Beschlussvorschlag erarbeiten und der Gesellschafterversammlung zur Entscheidung vorlegen. Die nächste Videokonferenz ist für den 10. Januar 2021 geplant.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: