Foto: Pressefoto Baumann

Die Zuschauer rennen den Kickers nicht die Bude ein. Der Kooperationsvertrag mit der Ufa Sports GmbH kommt dem Drittligisten daher sehr gelegen.

Stuttgart - Die Zuschauer rennen den Stuttgarter Kickers nicht die Bude ein. Mit ihren Werbeeinnahmen rangieren die Blauen in der dritten Liga im unteren Drittel. Deshalb kommt dem Verein der am Montag offiziell bekanntgegebene Kooperationsvertrag mit der Ufa Sports GmbH sehr gelegen. Das Hamburger Unternehmen wird die Kickers künftig als Dienstleister bei der Vermarktung sämtlicher Werbe-, Hospitality- und Merchandising-Rechte unterstützen.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von mindestens vier Jahren und gilt für alle Ligen. Für diese exklusive Vermarktung sollen die Kickers nach Informationen unserer Zeitung von der Agentur die Garantiesumme, eine sogenannte Signing Fee, in Höhe von rund 450 000 Euro erhalten. Ufa Sports wird mit Personen ein Büro in Degerloch beziehen. Marketingmanager Jens Zimmermann soll laut Kickers „integraler Bestandteil dieses Teams sein“.

Vor zwei Jahren hat Präsident Rainer Lorz die Kickers durch den Vertrag mit einem Investor vor der Insolvenz gerettet. Jetzt ist ihm ein weiterer Schritt gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit der Blauen auf eine breitere wirtschaftliche Basis zu stellen: „Wir sind glücklich, mit Ufa Sports einen Partner gefunden zu haben, der uns mit seiner Erfahrung und Kompetenz unterstützt, unsere Strukturen weiter zu professionalisieren und neue Vermarktungspotenziale zu realisieren.“

Die neue Geldquelle bietet den Kickers Chancen – ein Risiko besteht laut unabhängigen Vermarktungsexperten kaum, da alle Rechte beim Verein bleiben. Vermittelt Ufa Sports einen Sponsor, mit dem die Kickers warum auch immer nicht einverstanden sind, hat der Verein das Heft des Handelns in der Hand. Klar ist auch: Um Provision zu kassieren, muss Ufa Sports erfolgreich arbeiten. Davon geht das Unternehmen aus: „Als Traditionsverein haben die Kickers großes Potenzial in der dritten Liga und darüber ­hinaus. Gemeinsam mit dem Verein wollen wir den Club langfristig als Marke etablieren“, teilte Robert Müller von Vultejus, ­Geschäftsführer bei Ufa Sports, mit.

Die Neugestaltung des Gazistadions spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Kickers versprechen sich durch die Kooperation, die finanziellen Verluste während der Sanierungsphase ausgleichen zu können. Nach dem Umbau ergeben sich durch die Business Seats neue Vermarktungsmöglichkeiten.

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