Stuttgarter Kickers Nach Fan-Ärger: Mehr Kassen beim nächsten Heimspiel

Von Jürgen Frey 

Treue Seelen: Die Fans der Kickers kommen auch in der fünften Liga ins Gazistadion. Die Schlangen vor dem Stadion waren dementsprechend lang. Foto: privat
Treue Seelen: Die Fans der Kickers kommen auch in der fünften Liga ins Gazistadion. Die Schlangen vor dem Stadion waren dementsprechend lang. Foto: privat

Lange Schlangen an den Kassen sorgten beim ersten Oberliga-Heimspiel der Stuttgarter Kickers für verärgerte Fans. Darauf werden die Verantwortlichen nun reagieren.

Stuttgart - Die Verärgerung bei einem Teil der Fans der Stuttgarter Kickers war ziemlich groß. Weniger über das 0:0 zum Start der Fußball-Oberliga gegen den FC Nöttingen, als vielmehr darüber, dass viele erst nach dem Anpfiff im Stadion waren. Der Grund: Lange Schlangen an den Kassenhäuschen. Mit dem Ansturm von 2530 Zuschauern hatten die Blauen nicht gerechnet – offenbar ist die Treue der Fans ligaunabhängig unerschütterlich. Dabei waren neben den Dauerkarten im Vorverkauf lediglich 70 Tickets für die Heimpremiere weggegangen. An den Tageskassen wurden beachtliche 1424 Karten verkauft. Zum Vergleich: in der vergangenen Regionalligasaison gingen beim ersten Saisonspiel gegen Wormatia Worms nur knapp 1300 Tickets am Spieltag weg, im Derby gegen den SSV Ulm 1846 gerade einmal 1000, gegen 1899 Hoffenheim II 500.

Gleich viele Kassen wie in der Regionalliga

„Wir hatten gleich viele Kassen geöffnet wie in der Regionalliga. Vier im Süden, eine im Norden plus eine Kasse für hinterlegte Karten geöffnet“, sagt Kickers-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer. Auch das Personal sei das gleiche geblieben, und am neuen Sicherheitsdienst habe es ebenfalls nicht gelegen. Was waren dann die Gründe für die langen Wartezeiten? Viele Besucher hätten sich in der Oberliga nicht auf einen solchen Andrang eingestellt, seien auf den letzten Drücker auf die Waldau angereist oder hätten in den anliegenden Biergärten erst etwas getrunken und dann ihre Karte gekauft. „Unsere Videoüberwachung belegt, dass die Schlangen erst in den letzten 20 bis 25 Minuten vor Spielbeginn richtig lang geworden sind. Da war es dann auch zu spät, den Anpfiff nach hinten zu verlegen“, erklärt Pfeifer.

Über 80 Vorverkaufsstellen

Welche Lehren daraus zu ziehen sind? Zum einen appellieren die Kickers-Verantwortlichen an die Fans, eine der 80 Vorverkaufsstellen in ganz Baden-Württemberg zu nutzen. Zum anderen sollen schon beim nächsten Heimspiel gegen den 1. Göppinger Sportverein am 25. August (14 Uhr) ein oder zwei Kassen mehr geöffnet werden. Zumal im Gegensatz zum Auftaktgegner Nöttingen der Club aus dem Filstal (u.a. mit den Ex-Kickers-Spielern Oliver Stierle und Kevin Dicklhuber und Trainer Gianni Coveli) 200 bis 300 Fans mitbringen dürfte.

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