Stuttgarter Kickers Manuel Fischer: Von wegen letzte Chance!

Von Jürgen Kemmner 

Manuel Fischer bei seinem achten Profi-Verein am Ball Foto: Baumann
Manuel Fischer bei seinem achten Profi-Verein am Ball Foto: Baumann

Sieben Vereine hat Manuel Fischer in seiner Karriere als Fußball-Profi bereits hinter sich – die Stuttgarter Kickers sind der achte. Da drängt sich doch die Frage auf, ob der 25-Jährige bei den Blauen nun endlich seine sportliche Heimat gefunden habe.

Stuttgart - Sieben Vereine hat Manuel Fischer in seiner Karriere als Fußball-Profi bereits hinter sich – die Stuttgarter Kickers sind der achte. Da drängt sich doch die Frage auf, ob der 25-Jährige bei den Blauen nun endlich seine sportliche Heimat gefunden habe. Fischer umdribbelt die Antwort lässig. „Ich bin froh über die Erfahrungen, die ich gemacht habe“, sagt er, „zu den Kickers zu gehen, war ein guter und wichtiger Schritt in meiner Karriere.“

Der Mann, der beim VfB Stuttgart drei Erstliga-Einsätze hatte, kommt von der SG Sonnenhof Großaspach auf die Waldau – natürlich musste er nicht lange überlegen, als die Kickers in ihm einen Ersatz für den verletzten Sturmführer Elia Soriano gefunden hatten. Von Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten, die Unterschrift unter den Vertrag bis 2016 ging leicht von der Hand. Doch mit einem Blick auf die Saisonstatistik des gebürtigen Aaleners drängt sich gleich die nächste weniger pikante Frage auf: Manuel Fischer kommt bei 22 Spielen auf lediglich neun Einsätze (550 Minuten) und magere zwei Tore – kann ein Mann, der beim Drittletzten kein Stammspieler war, dem Tabellendritten im Kampf um den Aufstieg wirklich weiterhelfen?

Horst Steffen hat darauf eine eindeutige Antwort: Ja. „Wir schauen nicht auf die Statistik“, betont der Coach, „ich habe Manuel mehrfach beobachtet und er hat mich überzeugt: Er ist im Sturmzentrum ein gefährlicher Spieler. Wir sehen sein Potenzial.“ Warum Fischer im Fautenhau wenig Einsatzzeiten hatte, darüber will Steffen nicht spekulieren, er sagt: „Es gibt andere Herangehensweisen von Trainern und einen unterschiedlichen Umgang mit Spielern.“ Immerhin haben die Kickers Erfahrung mit Profis, die andernorts Probleme hatten – Besar Halimi stand beim VfB II im Abseits, bei den Blauen gilt er als Führungsspieler. Auch Gerrit Müller und Marco Calamita waren vertragslos, bevor sie auf die Waldau kamen.

Nun will Fischer die Möglichkeit beim achten Club nutzen, sich im Profi-Geschäft zu etablieren. Dass es seine letzte sein könnte, glaubt der Stürmer aber nicht. „Es gibt keine letzte Chance“, sagt er, „es gibt immer eine Chance – und die gilt es zu nutzen.“

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