Der drittligaerfahrene Julian Leist (rechts, mit Omar Jatta). Foto: Baumann

Nicht viele Spieler im Team der Stuttgarter Kicker sind gesetzt – Trainer: „Auf jeder Position Alternativen.“

Stuttgart - Konkurrenz belebt das Geschäft. Das gilt auch für den Kampf um einen Platz in der Anfangsformation beim Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers. „Wir haben auf jeder Position Alternativen“, sagt Trainer Dirk Schuster vor dem Start an diesem Samstag (14 Uhr/NDR live) beim FC Hansa Rostock.

In allen Mannschaftsteilen haben die Blauen nach dem Aufstieg Qualität dazubekommen. Eine Übersicht.

Tor: Trainer Schuster hat sich auf Daniel Wagner als Nummer eins festgelegt. Neuzugang Markus Krauss (bisher Fortuna Düsseldorf) bleibt nur die Ersatzbank. Mit Günay Güvenc ist nach seiner Ellbogen-Operation frühestens im Oktober zu rechnen.

Abwehr: Julian Leist hat in der Drittligasaison 2010/11 für den FC Bayern München II 31 Spiele bestritten. Der erfahrene 1,92-m-Mann ist im Zentrum gesetzt. Neben ihm spielt entweder der technisch versierte Royal-Dominique Fennell oder der eher rustikale Patrick Auracher, der auch rechts verteidigen kann. Für den stellvertretenden Kapitän Simon Köpf kommt ein Einsatz nach seiner Kreuzbandverletzung noch zu früh. Links in der Viererkette wird Neuzugang Thorben Stadler (Karlsruher SC) zum Einsatz kommen, rechts hat Kai-Bastian Evers, der von Regionalligist Sportfreunde Lotte kam, gute Karten. Eine Alternative für beide Seiten wäre Fabian Gerster, den in der Vorbereitung allerdings eine Entzündung im Sprunggelenk plagte. Er wird deshalb nicht mit nach Rostock fliegen.

Mittelfeld: Im Normalfall werden die Kickers in diesem Mannschaftsteil mit zwei zentralen defensiven Spielern und davor drei offensiven agieren. Rechts hat sich der enorm lauf-und einsatzfreudige Fabio Leutenecker einen Stammplatz erkämpft. Links streiten sich dagegen drei Spieler um einen Platz: Mahir Savranlioglu sowie die Neuzugänge Kevin Dicklhuber (SC Pfullendorf) und Marcos Alvarez (Eintracht Frankfurt II)), der auch zentral hinter der Sturmspitze spielen kann. In der Schaltzentrale setzt Schuster auf Jérôme Gondorf und Spielführer Enzo Marchese. Rückt Marchese auf die Zehner-Position, wird neben Gondorf auf der Sechs wahrscheinlich Neuzugang Sandrino Braun (SC Pfullendorf) zum Einsatz kommen. Alternative in dieser defensiveren Variante ist Kickers-Urgestein Marcel Ivanusa, der aber einen Teil der Vorbereitung versäumt hat und in Rostock nicht zum Kader zählt. Im Offensivbereich dürfte Omar Jatta die Jokerrolle zukommen. Zugang Tobias Rühle (1. FC Heidenheim) fällt wegen muskulärer Probleme noch eine Woche aus.

Sturm: Marco Grüttner, der in der vergangenen Saison in 27 Spielen elf Tore erzielte, wird im Sturm voraussichtlich beginnen. Peter Sprung ist die erste Alternative. Auch Jatta, Alvarez oder, wenn er fit ist, Rühle, können ganz vorne am Ball sein.

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