Erstes Drittligator: Daniel Kaiser Foto: Baumann

Das traumhafte Freistoß-Tor von Daniel Kaiser reicht Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers bei Rot-Weiß Erfurt (1:1) nicht zum Sieg. „Im Heimspiel gegen Holstein Kiel müssen wir nun alles daran setzen, um die Vorrunde mit einem Sieg abzuschließen“, sagt Kickers-Sportdirektor Michael Zeyer.

Das Spiel: „Wir waren dem Sieg etwas näher als Erfurt, hatten mehr Ballbesitz, Balleroberungen und Chancen.“ Kickers-Trainer Horst Steffen zeigte sich mit dem Spiel seiner Mannschaft ganz zufrieden, mit dem Ergebnis weniger. Denn nach dem traumhaften Freistoß-Tor von Eigengewächs Daniel Kaiser (51.) zum 1:0 spielten die Blauen nicht mehr so kontrolliert weiter wie zuvor. „Die Mannschaft wollte zu viel“, lautete die Erklärung von Sportdirektor Michael Zeyer. Dadurch ging die Ordnung verloren, der Gegner bekam mehr Räume. Die Folge war das 1:1 durch Carsten Kammlott (61.). Fazit: Den Kickers fehlt nicht viel, um auch bei einer heimstarken Elf wie Erfurt zu gewinnen. Letztendlich kostete die fehlende Reife den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison.

Der Ausblick: Das 1:1 beim Team von Trainer Walter Kogler bedeutete für die Kickers das vierte Unentschieden in der Liga hintereinander. Rechnet man das 1:5 beim VfB II und das Pokal-Aus in Ravensburg hinzu, warten die Blauen seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Coach Steffen gerät deshalb nicht in Panik: „Ich sehe jedes Spiel einzeln. Und bis auf die Partien beim VfB II und in Ravensburg waren die Leistungen gut.“ Jetzt folgen zwei Heimspiele in Serie gegen Holstein Kiel (29. November) und den SV Wehen Wiesbaden (6. Dezember, jeweils 14 Uhr). „Gegen Kiel müssen wir alles daransetzen, um die Vorrunde mit einem Sieg abzuschließen“, fordert Zeyer. Möglicherweise kann im Dezember auch Enzo Marchese noch einmal am Ball sein. Seit der Kapitän wegen seines Außenbandrisses im Knie ausfällt, konnten die Blauen nicht mehr gewinnen.

Hängepartie um Halimi: Das Angebot der Kickers für einen neuen Eineinhalbjahresvertrag für den umworbenen Mittelfeldspieler liegt vor. In dieser Woche soll die Entscheidung fallen, ob er es annimmt. „Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass Besar bei den Kickers bleibt“, sagt sein Berater Arthur Beck, der große Stücke auf die sportliche Leitung der Blauen hält und weiß, wie wichtig das passende Umfeld für Halimis weitere Entwicklung ist. Andererseits sind die finanziellen Verlockungen für den Mann mit den Wurzeln im Kosovo und seine Familie groß. Neben Benfica Lissabon haben auch Bundesligisten, darunter Borussia Dortmund, die Fühler ausgestreckt. Trainer Steffen glaubt, dass der 19-Jährige damit klarkommt: „Ich habe keine Sorge, dass Besar in seinen Leistungen nachlässt.“

Die Mitgliederversammlung: Im SSB-Waldaupark sollen an diesem Montag (19 Uhr) die Partnerschaft mit Porsche und die Vertragsverlängerung mit Michael Zeyer bis 2017 verkündet werden. „Es passt super, ich freue mich, dass es in dieser Konstellation weitergeht und wir die Entwicklung gemeinsam vorantreiben können“, sagte Horst Steffen.

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