Die Kickers bauen ihre Siegesserie aus und verkürzen Rückstand auf Kassel auf sechs Punkte.
Nürnberg - Ein Teil ihrer Prämien wurde eingefroren, der Verein hat Jens Zimmermann als Geschäftsführer gekündigt. Doch trotz aller Turbulenzen eilen die Spieler der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga von Sieg zu Sieg. "Wir haben unsere Vorgaben gut umgesetzt und freuen uns , die vor uns stehenden Mannschaften weiter unter Druck zu setzen", sagte Trainer Dirk Schuster nach dem 2:1 (0:1) beim 1. FC Nürnberg II. Neun Spiele vor Schluss beträgt der Abstand zu Spitzenreiter Hessen Kassel nur noch sechs Punkte, zur Winterpause waren es noch zwölf. "Dass der Rückstand geschrumpft ist, ist natürlich keinem im Team verborgen geblieben, dennoch bleiben wir bei unserer Devise, nur aufs nächste Spiel zu schauen", sagte Stürmer Ugur Yilmaz.
Ordnung, Organisation, Disziplin - dies sind die Trümpfe im Spiel der Kickers. Die neue Innenverteidigung mit Nick Fennell neben Simon Köpf steht gut, der enorm laufstarke Marcel Ivanusa leistet als Staubsauger vor der Abwehr wertvolle Dienste. Und auch die Umstellung mit Jerome Gondorf und Ali Pala im zentralen offensiven Mittelfeld wirkt sich positiv aus. Nun soll die Siegesserie auch am Mittwoch (17 Uhr) nicht reißen. Da geht es im WFV-Pokal bei Oberligist Normannia Gmünd um den Einzug ins Halbfinale und das Wahren der Chance auf die DFB-Pokal-Teilnahme. Allerdings ist nur der Sieger des WFV-Pokals sicher in der ersten Runde dabei.
Unterdessen gibt es positive Signale von Eduardo Garcia, seinen Hauptsponsorenvertrag mit den Kickers zu verlängern. "Ich hatte ein gutes Gespräch mit dem Präsidenten. Es ist zwar noch keine Entscheidung gefallen, aber warum sollten wir das zehnte Jahr unserer Partnerschaft nicht vollmachen", sagte Garcia, der seit 2002 die Blauen unterstützt.