Im Coaching-Mobil wird auch das Reaktionsvermögen der jungen Fußballer getestet Foto: Kickers

Die Stuttgarter Kickers haben ein neues Trainings-Werkzeug präsentiert: Das Coaching-Mobil, das beim Fußball-Feriencamp des Clubs seinen Einstand gab – hier können sich Nachwuchs-Sportler in vielerlei Hinsicht schulen.

Stuttgart - Während es einen Turbo im Porsche Boxster, Cayman und Carrera noch nicht allzu lange gibt, ist die Initiative „Turbo für Talente“ eine gestandene Größe aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede. Die Stuttgarter Kickers haben nun dieses neue Trainings-Werkzeug präsentiert: Das Coaching-Mobil, das beim Fußball-Feriencamp des Clubs mit Unterstützung des Sponsors seinen Einstand gab. Hier können Nachwuchs-Sportler ihre Leistung an fünf verschiedenen Trainingsmodulen messen. Es geht dabei um Sprungkraft, Schnelligkeit, Koordination, Regeneration und Belastbarkeit.

Ein Talent-Pass infomiert über die eigene Leistung

„Neben der Leistungsmessung steht natürlich der Spaß im Vordergrund“, erklärt Sportmediziner Simeon Geronikolakis, der an der Konzeption des Coaching-Mobils maßgeblich beteiligt war. Der Arzt betreut unter anderem die deutsche U 15 Junioren-Nationalmannschaft im Fußball. Dass der Spaß nicht zu kurz kommt, wird schnell klar, wenn man die Kids an den einzelnen Modulen sieht. Ein flinker Junge bricht unter Beifall seiner Kameraden den Rekord beim Illinois Agility Test, der aus kurzen Sprints, Drehungen und einem Slalom besteht. 17,8 Sekunden stehen auf der Uhr und im Gesicht der Sportskanone ein breites Grinsen. Die Ergebnisse werden in einem Talent-Pass notiert und ausgewertet. Über die Internet-Plattform www.turbofuertalente.de können die jungen Hochleistungs-Aspiranten sich dann jederzeit individuelle Tipps holen, um die jeweiligen Schwachpunkte aufzuarbeiten. Dabei werden Referenzwerte wie etwa das Alter mit einbezogen.

Großer Andrang herrscht beim Fahrsimulator, mit dem ein 911er virtuell über die Rennstrecke in Monza gescheucht wird. Weil es hierbei aber in erster Linie um Sport und nicht um Sportwagen geht, muss der Pilot selbst via Tret-Pedalerie für den nötigen Vortrieb sorgen. Dabei wird der Puls gemessen und auch dessen Beruhigung erfasst. „Unsere Feriencamps stehen unter dem Motto Spaß und Entwicklung. Da passt das Coaching-Mobil sehr gut ins Konzept“, findet Dieter Märkle, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Stuttgarter Kickers. Die sportmedizinischen Grundlagen, die bei der Entwicklung eingearbeitet wurden, sollen auf eine spielerische Art und Weise vermittelt werden. So gilt es an der Reaktionswand innerhalb von einer Minute möglichst viele der aufleuchtenden Felder abzuklatschen. Das macht zwar Laune, fordert aber auch Koordination und Reaktionsschnelligkeit.

Das Coaching-Mobil rollt durch die Lande

Ein besonderer Kick für die Junior-Athleten ist dabei das Vergleichen der Resultate. Bestmarken werden unter großen Jubel geknackt. Wer unter seinen Ansprüchen liegt, schaltet einen Gang hoch und versucht sein Glück einfach nochmal. Die Motivation, das ist in den Gesichtern der Feriencamp-Teilnehmer zu sehen, läuft auf Hochtouren. Ausgerichtet ist das Coaching-Mobil für Kinder zwischen neun und 15 Jahren. Insgesamt 20 Assistenten wurden technisch, sportlich und medizinisch geschult, um das Training der Kids zu begleiten und die Übungen zu erklären. Nach der Premiere in Stuttgart rollt das Coaching-Mobil weiter nach Bietigheim zur Hockey-Jugend der Steelers. Danach steht am 14. August ein Halt in Leipzig auf dem Programm. „Wir hoffen, dass immer mehr Vereine in Deutschland Lust bekommen, das Coaching-Mobil auszuprobieren und sich dann bei uns melden“, verrät Porsches Pressesprecher für Sportkommunikation, Markus Rothermel.

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