So oder so ähnlich können die Parklets gestaltet werden (Archivfoto). Foto: dpa

Die Geschichte der Parklets in Stuttgart geht weiter: Die Innenstadtbezirke haben beschlossen, die Kunstwerke zu erlauben – zumindest vorerst.

Stuttgart - Die Parklets in Stuttgart gehen in die nächste Runde. Das gaben die Initiatoren auf ihrer Facebookseite bekannt. Demnach haben die Innenstadtbezirke beschlossen, Parklets zu erlauben. Bis eine endgültige Regelung gefasst werden kann, gelte dies weiterhin als Testlauf.

Ebenso wird dazu aufgerufen, bei der Stadt die Genehmigung für solche Parklets zu beantragen. Dies ist über ein auf der Homepage bereitgestelltes Formular möglich. Erforderlich sind neben persönlichen Angaben wie die jeweilige Adresse des angedachten Standorts und die geplante Dauer des Parklet. Auch die Anwohner sollten laut Formular informiert werden.

Die Idee ist hinter den Parklets ist einfach: Die Straßen sollen wieder zu Orten werden, an denen man sich gerne aufhält. Ein Platz für Menschen und nicht nur für Autos. Ein Impuls, um darüber nachzudenken, wie man die Stadt und ihre Straßen als Bürger gerne nutzen würde. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Parklets finden unterschiedliche Verwendung: Als Sitzbank zum Beispiel, aber auch als Blumenbeet.

Konkret kann ein einziger Parkplatz, aber auch eine ganze Straßenzeile umgewandelt werden. Dadurch entsteht ein Treffpunkt für die Anwohner. Auch der Einzelhandel wird durch die Verweildauer gefördert, so die Theorie. Die einzelnen Parklets werden von Paten – Privatpersonen, Bürgervereinen, Geschäften – betreut. Studierende der Universität Stuttgart begleiten das Projekt.

In der Vergangenheit wurden unter anderem bereits Parklets am Schützenplatz , am Marienplatz und in der Schwabstraße verwirklicht. Doch das Experiment scheidet die Geister in Stuttgart: Mancher kritisiert, dass dies den Parkdruck weiter erhöhe. Andere wiederum sind begeistert, dass die Straße nicht mehr nur den Autos gehört – zumindest partiell.

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