Der 43-Jährige ist überzeugt: Stuttgart ist besser als sein Ruf. Das wollen Siegle und die City-Initiative deutlich aufzeigen.
Die City-Initiative Stuttgart (CIS) hat sich in der Landeshauptstadt einen Namen gemacht. Sie ist für Einzelhändler, Kulturbetriebe, Dienstleister, Gastronomen, Vereine, Hotels, Verbände und Organisationen ein relevanter Ansprechpartner in der Innenstadt und hat sich auch bei Stadtverwaltung und Stadträten Gehör verschafft. Mittlerweile hat die CIS rund 250 Mitglieder – und ab 1. August auch einen neuen Geschäftsführer und Citymanager: Holger Siegle. Jüngst wurde er einstimmig vom Beirat in sein neues Amt gewählt. „Wir setzen große Erwartungen in die Zusammenarbeit“, sagt der erste Vorsitzende des Vereins, Oliver Spagen (BW-Bank). „Mit Holger Siegle haben wir einen Nachfolger für das Amt des Citymanagers gefunden, der vor allem durch sein langjähriges Know-how, seine Ambition und sein hervorragendes Netzwerk überzeugt hat.“
Siegle ist kein Unbekannter in der Landeshauptstadt. Seit Oktober 2017 ist er bei der CIS und dort für das Veranstaltungsmanagement und Sonderprojekte verantwortlich. Wer mit ihm durch die Innenstadt läuft, merkt schnell, dass Siegle ein großes Netzwerk und viele Kontakte hat. Seine herzliche und sympathische Art wissen Gesprächs- und Projektpartner sehr zu schätzen. „Ich bin Stuttgarter durch und durch“, betont der 43-Jährige. „Am einfachsten fällt es mir, Dinge zu tun, die mir am Herzen liegen.“ Stuttgart und die CIS tun das – definitiv. „Ich mache diesen Job unheimlich gern“, betont Siegle, der sein Volontariat bei Stuttgart Marketing absolviert hat. Auch als Geschäftsführer eines Vereins hat er schon gearbeitet. Dreieinhalb Jahre war er bei der Touristikgemeinschaft Stauferland tätig.
Die Stadt hat viele Vorzüge
Er wolle nun die gute Arbeit seines Vorgängers Sven Hahn weiterführen und eigene Akzente setzen, so Siegle. Hahn war etwas mehr als fünf Jahre bei der CIS und wird nun Geschäftsführer der PV Projekt Verlag GmbH.
„Wir haben mit der CIS und für Stuttgart noch viel vor“, sagt Siegle. Einen Zwei- bis Fünf-Jahresplan werde er gemeinsam mit dem Vorstand und dem Beirat in den nächsten Monaten erarbeiten. Aber heute stehe schon fest, dass er alles daran setzen werde, für die Menschen in der Stuttgarter Innenstadt da zu sein, immer ein offenes Ohr für sie zu haben und jeden Tag mindestens eine Person davon zu überzeugen, dass Stuttgart besser ist als sein Ruf. Es werde zu viel über Stuttgart gemosert, ist sich Siegle sicher. Dabei habe die Stadt so viele Vorzüge. „Natürlich gibt es auch Probleme.“ Die Ladenschließungen gingen nicht spurlos am Stadtbild vorbei. „Aber es eröffnen auch viele neue Geschäfte.“ In der Stadt tue sich was. Bei manchen Bauprojekten bräuchte man nur noch etwas Geduld. Aber wenn zum Beispiel die LBBW Immobilien ihr Projekt an der Königstraße 1 bis 3 in den nächsten Jahren beende, der Hauptbahnhof eingeweiht sei und auf der Fläche des ehemaligen Breuninger-Parkhauses der Mobility Hub sowie das Film- und Medienhaus fertig gestellt seien, werde die Stadt weniger Baustellen haben und eine andere Strahlkraft aussenden.
Das Netzwerk soll noch größer werden
Die Strahlkraft der CIS sei schon sehr gut, sagt Siegle. Dennoch könne das Netzwerk noch größer werden, um die Stadt noch mehr zu beleben. „Da gehören selbstverständlich auch weitere Veranstaltungen dazu. Wir wollen neue, einmalige Dinge ins Leben rufen, welche die Menschen nur in Stuttgart erleben können“, sagt Siegle. „Die CIS wird weiterhin ein verlässlicher Partner sein. Ich freue mich sehr, noch mehr Kontakte zu knüpfen und gemeinsam mit allen Protagonisten an einer noch attraktiveren Stuttgarter Innenstadt zu arbeiten.“