Thomas Koch (links) und Ulrike Groos (Dritte von links) bei der Gründung der Initiative Aufbruch Stuttgart mit dem Vereinsvorsitzenden Wieland Backes (Bildmitte) Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Beim Verein Aufbruch Stuttgart lassen zwei Vorstandsmitglieder ihre Ämter ruhen. Vereinschef Wieland Backes dementiert aber, dass der Grund dafür interne Auseinandersetzungen um die richtige Strategie der Initiative in Sachen Oper seien.

Stuttgart - Dass die forsche Art, mit der die Initiative Aufbruch Stuttgart um den TV-Journalisten Wieland Backes und den Architekten Arno Lederer gegen die Sanierung der Oper Stuttgart zu Felde zieht und sich als Bürgerbewegung geriert, die den gewählten politischen Vertretern im Rathaus die Richtung vorgeben will, nicht jedem Mitglied des Vereins gefällt, hört man hinter den Kulissen schon seit langem. Nun hat mit dem Gründungs- und Vorstandsmitglied Thomas Koch ein weiteres prominentes Vereinsmitglied sein Amt vorübergehend niedergelegt. Koch, der als Kommunikationsdirektor der Oper arbeitet, begründete seinen Schritt mit der „thematischen Verengung“ des Vereins auf das Thema Opernneubau. „Ich sehe da einen Interessenkonflikt mit meinem Arbeitgeber und habe mich daher entschlossen, mein Vorstandsamt ruhen zu lassen“, sagte Koch gegenüber unserer Zeitung.

Auch Ulrike Groos, ebenfalls Vorstands- und Gründungsmitglied der Initiative, lässt ihr Amt schon seit geraumer Zeit ruhen – offiziell wegen besonderer Arbeitsbelastung als Leiterin des Stuttgarter Kunstmuseums. Das nährt Spekulationen über ein Zerwürfnis im Vereinsvorstand. Der Vorsitzende Backes dementiert: „Das ist keine Distanzierung vom Aufbruch.“ Koch und Groos blieben den Zielen des Aufbruchs weiterhin eng verbunden, wollten aber aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds nicht mehr an vorderster Front agieren. Backes betonte, der Aufbruch lege großen Wert auf seine Unabhängigkeit: Da könnten berufliche Positionen wie die von Groos und Koch „ein Problem werden“.

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